Positive Bilanz beim Kreisliga-Staffeltag

Lesedauer: 7 Min
Hans Aierstok

Beim Staffeltag der Fußball-Kreisligen A1, B1 und B2 in Öpfingen hat Staffelleiter Dietmar Traub eine positive Bilanz gezogen. Die vor allem witterungsbedingt notwendigen Spielausfälle hätten sich in der vergangenen Saison sehr im Rahmen gehalten und auch die gewünschten Spielverlegungen hätten alle berücksichtigt werden können, sagte Traub.

Im großen Kulturraum im Rathaus Öpfingen hatten die vielen Vereinsvertreter kaum Platz. Auch der zahlreiche Besuch war für den Staffelleiter ein Beweis dafür, dass das Interesse der Vereine aus den drei Spielklassen groß war. Im Namen des gastgebenden Vereins sprach Steffen Lehmann ein Grußwort. Besonders positiv wurde aufgenommen, dass die SG Öpfingen von den Jüngsten bis zur AH, von den Mädchen bis zu den Fußballfrauen, alle Jahrgänge besetzt hat.

Zu früher Start in der Vorsaison

Den frühen Punktspielbeginn am 16. August 2018 in der vergangenen Saison sah Traub im Nachhinein nicht besonders positiv. Besser sei die Regelung für 2019/20, dass zwei Pokalspieltage vorangesetzt worden seien. In der Kreisliga A1 gab es in der Saison 2018/19 insgesamt 210 Spiele und 21 Verlegungen. Meister wurde die SG Öpfingen mit beiden Mannschaften (A1 und A1 Reserve).

Jeweils 132 Spiele wurden in den beiden der A1 untergeordneten B-Ligen ausgetragen, die B1 hatte 13 Verlegungen, die B2 wies 22 Verlegungen auf. Gratulation galt der SG Ersingen und der Reserve der SG Dettingen in der B1 sowie den SF Bussen mit zwei Meistermannschaften in der B2. Groß war die Anzahl der Gelben Karten, die in der vergangenen Saison gezückt wurden: in der Kreisliga A1 931, dann 38 Gelb-Rot, in der Kreisliga B1 549 Gelbe Karten, dann 39 Gelb-Rot und in der Kreisliga B2 469 Gelbe Karten, dann 22 Gelb-Rot. „Die Schiedsrichter mussten oft ziehen“, sagte Dietmar Traub.

In seiner Eigenschaft als Pokalspielleiter zog Horst Braun Bilanz der Saison 2018/19. 91 Vereine trugen in diesem Wettbewerb insgesamt 89 Pokalspiele aus. Zwölf Spiele waren im Live-Ticker zu verfolgen.

Den Bericht des Sportgerichts Donau trug Helmar Bader vor. Die Zahl der Urteile (205) nahm bezirksweit um zwei gegenüber der Saison 2017/18 zu. Auf die Kreisliga A1 entfielen 33 (plus 2), auf die Kreisliga B1 27 (plus 1) und auf die Kreisliga B2 23 (plus 5) Urteile. Überwiegende Vergehen waren unsportliches Verhalten, Beleidigungen und rohes Spiel, aber auch immer mehr das Nichtantreten von Mannschaften wegen Spielermangels. Entlastung und Neuwahl von Dietmar Traub beim Staffeltag wurden nach Antrag von Franz Schaupp (Öpfingen) einstimmig erteilt.

Bezirksspielleiter Sigmar Störk blickte auf die Saison 2019/20 voraus. Einen Großteil seiner Ausführungen nahmen die Bestimmungen für das Norweger Modell (neun gegen neun) ein. Falls man nur mit neun Spielern antreten wolle, müssen bis 48 Stunden vor geplantem Spielbeginn der Gegner und der Staffelleiter benachrichtigt werden. Die Platzgröße könne verringert werden, aber auch auf gewohnter Sportplatzgröße gespielt werden. Im Fall einer reduzierten Spielerzahl dürften nur jeweils zwei Ersatzspieler auf der Liste stehen. Nutzt ein Verein das Norweger Modell, das nur für die Kreisliga B gilt (sonst gilt elf gegen elf), verwirkt er das Aufstiegsrecht. Für Pokalspiele gelte die Regel neun gegen neun nicht.

Bezirksvorsitzender Horst Braun freute sich zunächst über den zügigen Verlauf des Staffeltags („90 Minuten plus Nachspielzeit“, so Braun am Ende), äußerte die Anliegen eines Bezirksvorsitzenden und gab die von der kommenden Saison an geltenden Änderungen des Spielsystems bekannt. Seine Ausführungen gipfelten in der Aussage: „Das Spielsystem muss den Mannschaften dienen.“

Als Vertreter des Bezirks-Schiedsrichterobmanns Anton Guth war Obmann Josef Rapp anwesend. Der Staffeltag sei ein gutes Forum, um Anliegen vorzubringen, so Rapp. Zu seinem Bedauern waren die Neulingskurse zuletzt hauptsächlich mit sehr jungen Teilnehmern besetzt. Junge Schiedsrichter reichten meist viele Freitermine ein. Aus Erfahrung sagte Rapp, dass es schon mehrmals vorkam, dass sich vor einem Spiel Vereine nicht einig waren, ob sie mit neun oder elf Spielern antreten wollten. Die Vereine sollten sich vor Ort einigen. Bei der derzeitigen Entwicklung sei nicht auszuschließen, dass in Zukunft das eine oder andere Spiel nicht besetzt werden könne. Dies zu verhindern liege an den Vereinen, die Schiedsrichteranwärter für die Neulingskursen anmelden sollten. Rapp bedankte sich zudem für die bisher gute Zusammenarbeit mit den Vereinsvertretern.#

Zwei Anträge

Der FV Schelklingen-Hausen stellte den Antrag, bei Heimspielen in Hausen die Reservespiele um eine halbe Stunde vorzuverlegen, sodass sich die ersten Mannschaften warmlaufen könnten. Traub beantragte, im Herbst ausfallende Spiele noch vor der Winterpause neu anzusetzen. Die Vereine stimmten beiden Anträgen zu.

Den Staffeltag 2020 wird der TSV Allmendingen ausrichten.

Ihr Kommentar wird nach einer kurzen Prüfung durch unsere Redaktion veröffentlicht.
Kommentare werden geladen
Mehr Themen