Dubiose Gewinnbriefe in Öpfingen im Umlauf - die Polizei warnt

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 Anfang der Woche hatte ein Öpfinger einen seltsamen Brief im Briefkasten.
Anfang der Woche hatte ein Öpfinger einen seltsamen Brief im Briefkasten. (Foto: dpa)
Sven Koukal

„Herzlichen Glückwunsch: Sie sind ein Gewinner! Ihre Teilnahmekarte wurde aus vielen richtigen Einsendungen ausgelost!“ Einen solchen Brief hat ein SZ-Leser aus Öpfingen diese Woche im Briefkasten entdeckt. Der namenlose Preisvergeber verspricht dem 65-Jährigen 1000 Euro Taschengeld, ein E-Bike im Wert von 1200 Euro sowie eine kostenlose Busreise inklusive Übernachtung.

Was der Leser tun soll: Sich bis Donnerstag, 4. April, mit Namen, Telefonnummer und Geburtstag bei der „Reservierungszentrale“ mit Bremer Postfach melden. Der Leser ist skeptisch, informiert die Polizei sowie die Presse.

Enkeltrick bekannter

Holger Fink, Pressesprecher der Ulmer Polizei, bestätigt: „Das gibt es immer wieder. Wenn Zweifel bestehen, gibt es bei jeder örtlichen Dienststelle einen Betrugssachbearbeiter, der sich der Sache annimmt.“ In den vergangenen Tagen seien jedoch keine weiteren verdächtigen Briefe gemeldet worden. „Klar ist aber auch, dass nicht jeder Empfänger gleich zur Polizei geht. Die Dunkelziffer solcher Briefe ist sicherlich hoch“, sagt er. Populärer seien derzeit noch immer andere Betrugsmaschen, wie etwa der Enkeltrick, falsche Polizisten oder telefonische Gewinnversprechen.

Aus rechtlicher Sicht könne man meist wenig gegen solche Betrugsversuche unternehmen. Fink erklärt, dass es sich in den meisten Fällen um eine sogenannte straffreie Vorbereitungshandlung dreht. Er rät Betroffenen, sich bei der Polizeidienststelle zu melden oder sich im Internet unter www.polizei-beratung.de in der Kategorie Betrug/Gewinnversprechen über Methoden und Tipps schlau zu machen.

Auch die Verbraucherzentrale warnt vor falschen Gewinnversprechen. Sollte der Absender bekannt sein, anders als im Öpfinger Fall, können die Daten mit der „Liste unseriöser Anbieter“ abgeglichen werden. Diese bietet die Verbraucherzentrale Hamburg auf ihrer Internetseite kostenlos zum Download an.

Umfrage: Wie schützen Sie sich vor Telefon- und Internetbetrug?
Ob übers Telefon, online oder direkt an der Haustür. Die dreisten Maschen von Betrügern werden immer ausgefeilter. Wie sich die Menschen aus der Region am besten dagegen schützen, haben wir sie auf der Straße gefragt.
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