Bürgermeister kämpfen um Zuschüsse für Öpfinger Kläranlage

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 Die Öpfinger Kläranlage ist rund 40 Jahre alt und nicht mehr auf dem neuesten Stand der Technik.
Die Öpfinger Kläranlage ist rund 40 Jahre alt und nicht mehr auf dem neuesten Stand der Technik. (Foto: SZ-Archiv: Drenovak)
Schwäbische Zeitung

Die Bürgermeister Andreas Braun (Öpfingen) und Oliver Klumpp (Griesingen) haben zusammen mit dem Ehinger Landtagsabgeordneten Manuel Hagel bei einem Gespräch mit dem Regierungspräsidenten Klaus Tappeser die Bedeutung des Neubaus der Kläranlage Öpfingen unterstrichen. Hintergrund ist die Sorge, die Landesfördermittel für das Acht-Millionen-Euro-Projekt könnten nicht wie erhofft fließen.

„Der Neubau der Kläranlage Öpfingen ist ein wichtiges Projekt, das die beteiligten Gemeinden allerdings vor große finanzielle Herausforderungen stellt. Gemeinsam müssen wir nun alle Möglichkeiten ausschöpfen, dass das Vorhaben auch zu realisieren ist“, wird Manuel Hagel in einer Pressemitteilung seines Abgeordnetenbüros zitiert. Zu diesem Zweck habe er die Gesprächsrunde mit den Bürgermeistern der Gemeinden Öpfingen und Griesingen, dem Regierungspräsidenten und ihm selbst in Tübingen arrangiert.

Die Gemeinde Öpfingen betreibt eine rund 40 Jahre alte Kläranlage, an die die Gemeinde Griesingen und die beiden Ehinger Teilorte Gamerschwang und Rißtissen angeschlossen sind. Die Anlage entspricht nicht mehr dem neuesten Stand der Technik und muss erweitert werden. Ein im Jahr 2016 in Auftrag gegebenes Strukturgutachten zeigt, dass die Kostendifferenz für den Erhalt und den Neubau der Kläranlage nur gering ist. Die Gemeinde Öpfingen entschied sich daher für den Neubau. Hierzu benötigen die Gemeinden einen finanziellen Zuschuss des Landes.

„Das Projekt stellt eine zukunftsweisende Investition in eine leistungsfähigere Abwasserreinigung dar. Bedingt durch unsere ländlich geprägte Struktur sind wir und damit die Gebührenzahler auf die Unterstützung des Landes angewiesen“, so der Bürgermeister der Gemeinde Öpfingen, Andreas Braun, der rund eine Million Euro Zuschuss beantragt hat. Regierungspräsident Tappeser zeigte sich im Gespräch von der Wichtigkeit des Neubaus überzeugt, verwies jedoch zugleich auf die wegen der zahlreichen Förderanträge beschränkten Haushaltsmittel.

Auch die Gemeinde Griesingen hat zur Finanzierung ihres Kostenanteils an der Kläranlage Öpfingen in Höhe von rund 1,5 Millionen Euro einen Antrag auf Zuwendung nach der Förderrichtlinie der Wasserwirtschaft gestellt. Erhofft wird ein Zuschuss in Höhe von fast 360 000 Euro. „Die Maßnahme ist für die Gemeinde Griesingen die größte Einzelinvestition seit Jahrzehnten. Wir benötigen den beantragten Zuschuss und erhoffen uns einen positiven Förderbescheid“, betonte Griesingens Bürgermeister Oliver Klumpp.

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