AlbBlech spielt zum 15. Musikerbesen auf

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Die Formation AlbBlech aus Heroldstatt zeigte, was „Aufspiela beim Wirt“ bewirkt.
Die Formation AlbBlech aus Heroldstatt zeigte, was „Aufspiela beim Wirt“ bewirkt. (Foto: SZ- kurt efinger)
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Zum 15. Mal hat der Musikverein Öpfingen am Samstag seinen Musikerbesen als gemütliches Herbstfest in seinem Musikerheim veranstaltet. Bei kulinarischen Spezialitäten und echter Volksmusik verbrachten viele Gäste unterhaltsame Stunden.

Als Highlight des Abends hatte der Musikverein die Formation AlbBlech aus Heroldstatt engagiert. Zwei Flügelhornistinnen, ein Posaunist und ein Tubist spielten wie einst im Wirtshaus zur Erheiterung – der gerne vertraute Lieder mtsingenden – Gäste auf. Die Gruppe ist Mitglied im Arbeitskreis „Volksmusik“ im Landesmusikrat. Dieser hat 2007 das Projekt auf die Beine gestellt. Es bringt Gasthäuser und Volksmusik zu allseitigem Vergnügen zusammen und gibt den Musikanten Gelegenheit, Gästen im Wirtshaus den Aufenthalt so angenehm wie möglich zu machen. Als Mitmachmotivation bieten die am Projekt teilnehmenden Wirte den Musikanten Freibier. Durch den von der Musik angeregten Konsum der Zuhörer dürften sie aber problemlos auf ihre Kosten kommen.

In Öpfingen beim Musikverein als Wirt spielte die Formation „Alb Blech“ schwäbische und andere Weisen aus Bayern und dem Alpenland. Kaum war der Saal im Parterre und auf der Empore einigermaßen gut besetzt, intonierten die beiden Damen auf ihren Flügelhörnern eine wundersame Weise. Alphörner in reinster Intonation glaubte man zu vernehmen, als sie mit einer hierzulande noch weithin unbekannten Melodie aufhorchen ließen. „Is scho still uman See“ erklang in der nach dem Anspiel auf den Hörnern durch Posaune und Tuba ergänzten Harmonie so anrührend, dass sich unwillkürlich die Frage nach der Herkunft stellte. In Kärnten ist das von Gerhard Glawischnig (Text) und Günther Mittergradnegger (Melodie) geschriebene Lied eines der beliebtesten, bekanntesten und schönsten der sogenannten „neuen Kärntnerlieder“ und fixer Bestandteil des Repertoires fast jeden Chores. Im Klang von AlbBlech entfalteten auch „Jetzt gang i an’s Brünnele“ und etliche andere schwäbische Volkslieder ihre ursprüngliche Lebenskraft. „Aufspiela beim Wirt” empfiehlt sich zur Nachahmung in jeder Wirtschaft, die bestehen bleiben will.

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