Öpfinger Osterläufer trotzen dem Schmuddelwetter

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Rund 800 Anmeldungen waren für die Veranstaltung eingegangen.
Rund 800 Anmeldungen waren für die Veranstaltung eingegangen. (Foto: mas)

Knappe drei Grad, Dauerregen, teilweise sogar Schneeflocken: Die Wetterbedingungen beim 38. Internationalen Öpfinger Osterlauf am Samstag waren selbst für den launischen April außergewöhnlich. Dem Spaß im Donaustadion, auf der Tartanbahn, den Straßen oder später bei den Siegerehrungen tat das aber keinen Abbruch. Mehr als 800 Anmeldungen lagen zum Startschuss vor, 747 „Finisher“ zählte das Mess-Team beim Zieleinlauf – ein stolzer Wert.

Angesichts der Rahmenbedingungen waren die die SGÖ-Organisatoren um Armin Blakowski mehr als zufrieden: „Dafür, dass es seit früh morgens geregnet hat, ist es sehr gut gelaufen“, sagte er.

Bei einem Blick auf das Teilnehmerfeld wurde schon zu Beginn klar: Die beliebte Breitensport-Veranstaltung zieht Jung genauso an wie Alt – und lockt auch Hobbysportler von weiter weg. „Extra aus Lindau angereist“ war etwa Siegfried Schröder. Mit 77 Jahren war er einer der Ältesten im Feld. Beim Blick gen Himmel verzog er keine Miene: „Ach, das macht nichts, bei so einem Wetter bin ich schon oft unterwegs gewesen.“

Manche kamen auch einfach nur, um von der Mini-Tribüne aus zuzugucken und Klassenkameraden oder Arbeitskollegen anzufeuern. Lukas Müller aus Ehingen etwa, im Vorjahr noch selbst dabei, diesmal „nur als Fan“, sagte der 12-Jährige und lachte, als er er seinen Freund Simon an sich vorbeisausen sah.

Der olympische Gedanke „Dabeisein ist alles“ – vom Bambini-Lauf über den Zehn-Kilometer-Lauf bis zum Halbmarathon – stand zwar bei vielen im Vordergrund, doch einige kamen mit klaren Zielsetzungen. Leon Höchst vom LT Mittelbiberach etwa wollte den Juniorcup gewinnen. Gesagt, getan: Souverän kam er als Erster ins Ziel. „In den Kurven im Stadion war es etwas rutschig, sonst war alles super“, sagte er ausgepumpt und strahlte. Bei den Juniorinnen siegte mit Nina Buda eine weitere Biberacherin.

Nur eine Titelverteidigung gab es bei der diesjährigen Ausgabe: Benedikt Hoffmann gewann wie im Vorjahr über zehn Kilometer. „Jawoll“, japste er beim Einlauf. 252 Konkurrenten hatte er hinter sich gelassen, mehr haben nirgendwo mitgemacht. Bei den Frauen lag Michaela Renner-Schneck (Sindelfingen) vorne. Im 5,25 Kilometer langen Freizeitlauf waren Daniel Sünderhauf (Werdau) und Franziska Jehle (Welfen) nicht zu schlagen.

Und einen Quasi-Heimsieg gab es schließlich auch noch zu feiern: Oliver Hoffmann von der TSG Ehingen schnappte sich relativ ungefährdet den Sieg im Halbmarathon. Pamela Veith (Kusterdingen) gewann bei den Frauen. Armin Blakowski blieb zum Abschluss nur eins: „Für’s kommende Jahr wünsche ich mir endlich mal gutes Wetter.“

Ausführliche Sieger- und Platziertenlisten mit allen Zeiten lesen Sie in der Schwäbischen Zeitung am Dienstag.

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