Wunsch nach mehr Betreuung für Kinder in Oberstadion

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 Schulleiter Tobias Tress (von links), Verbandsvorsitzender Kevin Wiest und Bürgermeister Uwe Handgrätinger in den vor zwei Jahr
Schulleiter Tobias Tress (von links), Verbandsvorsitzender Kevin Wiest und Bürgermeister Uwe Handgrätinger in den vor zwei Jahren neu geschaffenen Räumen der Kleinkinderbetreuung. (Foto: sz- hog)

Die Nachfrage für Betreuungsmöglichkeiten steigt auch in Oberstadion mehr und mehr an – nicht nur für die Kindertagespflege der Bärenbande, sondern auch für Schulkinder. Das stellten die Vertreter des Nachbarschaftsgrundschulverbands bei einer Verbandsversammlung am Dienstag fest.

Zunächst berichtete Schulleiter Tobias Tress über Aktuelles von der Christoph-von-Schmid-Schule. Für das kommende Schuljahr reichten die Anmeldezahlen bisher knapp nicht für eine Teilung der Eingangsklasse, wie sie im aktuellen Schuljahr gegeben ist. Bisher seien für das nächste Schuljahr 28 Kinder angemeldet. Die Anmeldung endet am 12. März.

Da es im aktuellen Schuljahr zwei erste Klassen gibt, konnte Schulleiter Tobias Tress von derzeit fünf Klassen an seiner Schule berichten. 98 Schüler werden hier von neun Lehrkräften unterrichtet. Eine Lehramtsanwärterin sei jüngst hinzugekommen. „Wir sind keine Ganztagsschule“, verdeutlichte Tress, ergänzte aber: „Elf ehrenamtliche Jugendbegleiter ermöglichen uns eine gute Hausaufgaben- und Nachmittagsbetreuung.“

Zudem biete die Schule an drei Tagen in der Woche ein Mittagessen an. Dass für die Hausaufgabenbetreuung keine Lehrkräfte zur Verfügung stehen, bedauerte Tress unter Hinweis auf die dünne Personaldecke. „Die Eltern fragen bei Anmeldungen zunehmend nach Betreuungsangeboten der Schule.“

Zwei Stunden pro Woche gehörten der freien Lernzeit. „Unsere Schule hat bei den bundesweiten Vergleichsarbeiten überdurchschnittlich gut abgeschnitten. Auch waren wir besser als der Landesdurchschnitt. Weiterführende Schulen loben Kinder aus Oberstadion als gut vorbereitet“, freute sich Tress.

Bewährt hätten sich die ausführlichen Lernentwicklungsgespräche, die die Lehrkräfte mit den Kindern und Eltern gemeinsam führen. Hier würde der individuelle Lernstand dargestellt, und es würden konkrete Verbesserungsvorschläge festgehalten.

Gefreut hat sich Tress auch darüber, dass die Kinder der dritten Klasse im zweiten Schulhalbjahr in die Schwimmhalle nach Munderkingen dürfen. „Bestimmt fünf Kinder können in der dritten Klasse noch nicht schwimmen“, betonte der Schulleiter. Sodann erwähnte Tress die Feier zum 30-jährigen Bestehen des Schulhauses im Herbst. Er wünschte sich bis dahin die Fertigstellung des Spielplatzes.

Veränderungen hatte auch die Kleinkinderbetreuung „Bärenbande Winkel“ zu verzeichnen, die vor zwei Jahren in der Christoph-von-Schmid-Schule eingerichtet wurde.

Betreut werden die Kinder von zwei Teilzeitkräften und Beate Braungardt, die die Krankheits- und Urlaubsvertretung macht. Derzeit sind neun Kinder in Vollzeit in Betreuung, durch Sharingplätze kann die Kapazität im kommenden Schuljahr auf zwölf Plätze hochgefahren werden, sechs Vollzeit- und sechs Sharingplätze.

Aufgrund der personellen Engpässe beginnt derzeit eine zweite Springerin ihre Tätigkeit in der Kleinkinderbetreuung. Baulich wäre eine spiegelbildliche zweite Bärenbande realisierbar. Bürgermeister Kevin Wiest sagte im Hinblick auf den Zuzug junger Familien, die Leitungen seien so verlegt, dass jederzeit ergänzt werden könnte.

Aktuell seien vier Kinder im Alter von ein bis zwei Jahren aus Oberstadion, zwei aus Unterstadion, eines aus Moosbeuren und zwei aus Munderkingen in der Bärenbande. Beim Wechseln in den Kindergarten seien die Plätze innerhalb von höchstens vier Wochen wieder belegt, so Braungardt. Rund 218 Betreuungsstunden pro Woche fielen derzeit an. Erst im Februar 2021 wird wieder ein Platz frei in der Bärenbande.

Die Kindertagespflege ist von 7.30 bis 14 Uhr geöffnet. Die Nutzungszeiten sind variabel, allerdings können die Kinder nicht vor 12.30 Uhr abgeholt werden. „Wir fangen schon ab 7 Uhr morgens mit dem Kochen an, damit wir nicht in Zeitnot geraten und die Kinder in Ruhe essen können“, berichtete Beate Braungardt. Die Eltern seien dankbar, die Zusammenarbeit mit dem Landratsamt sei gut. Schulleiter Tobias Tress bestätigte dies: „Ich habe selbst zwei Kinder in der Bärenbande. Das klappt alles wunderbar.“

Bürgermeister Kevin Wiest teilte mit, dass zeitnah ein großer Sonnenschirm die Nutzung des abgegrenzten Außenbereichs auch für heißen Tage ermöglichen werde.

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