„Satanische Verschwörung“ in Oberstadion

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 Feurig war die Feier am Freitag.
Feurig war die Feier am Freitag. (Foto: SZ- khb)

Zum ersten Mal in der Fasnetsgeschichte Oberstadions hatten die Schloßberg-Hexa am Freitagabend zum „Hexenspuk“ eingeladen und viele Narren der Region sind gekommen.

Mit dabei waren die Wenk’l-Fratza aus Oberstadions Nachbarzunft, Malefiz-Weiber, Gauner, Schloßgeister und Henkertrommler aus Oberdischingen, Deifelsweiber aus Alleshausen, Zenka-Rälle aus Moosheim, Waldhexen aus Osterhofen-Hittelkofen und Egelsee-Hexen aus Hochberg. Und sie alle dürfen den ersten Oberstadioner Hexenspuk nicht nur erleben, sondern wurden selber Teil des schaurig-närrischen Spektakels.

Man befinde sich im 15. Jahrhundert, als der Hexenkult als Form einer satanischen Verschwörung auf seinem Höhepunkt angekommen sei, erfuhren Narren und Zuschauer zu Beginn. „Wilde Hexen, Dämonen und Geister beherrschten damals die Nacht“, erzählte der Nachtwächter, der „zur Geisterstunde“ um die brennenden Feuer ging und verriet, dass der Hexenspuk nur durch das Abbrennen eines Feuers aus „neunerlei Hölzern“ abgewehrt werden könne.

Trotz aller närrischen Vorsicht erschien am Freitagabend der Hexenmeister auf dem Oberstadioner Schulhof und verkündete, dass ihm „die teuflische Brut“ in dieser Nacht gehorche, weil „Ort und Stund in den Mauern von Oberstadion günstig“ seien, um den „alten Hexenspuk abzuhalten“. Dann sprach der Hexenmeister die närrische Beschwörungsformel: „Heut in dieser dunklen Nacht, kommt ihr Hexen an die Macht. Donner, Blitz und Säuselwind, Dämonen kommt herbei geschwind.“

Unter schaurigem Gelächter des Hexenmeisters kamen mehr als 100 Narren zum Narrenfeuer, um den Hexenschwur zu leisten und zu gelobten, dass sie Angst und Schrecken verbreiten wollen. Nach dem anschließenden Tanz der Narren ums Hexenfeuer trafen sich alle in der benachbarten Halle, wo ein DJ für die nötige Stimmung zur „Narrenparty nach dem Hexenspuk“ sorgte.

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