Krippenmuseum: Aufgaben werden klar verteilt

Lesedauer: 4 Min
Bürgermeister Kevin Wiest bei der Hauptversammlung des Krippenmuseumvereins.
Bürgermeister Kevin Wiest bei der Hauptversammlung des Krippenmuseumvereins. (Foto: sz-: hog)
Friedrich Hog

Wenn es um das Krippenmuseum geht, welche Aufgaben soll in Zukunft die Gemeinde, welche der Krippenverein übernehmen? Mit dieser Frage setzte sich der Krippenverein Oberstadion am Montag bei seiner Hauptversammlung auseinander.

Bürgermeister Kevin Wiest stellte die Aufgaben der Gemeinde jenen des Vereins gegenüber. Vor seiner Zeit als Bürgermeister von Oberstadion war das Amt des Vereinsvorsitzenden mit dem des Bürgermeisters in einer Person vereint. Da dies nun nicht mehr der Fall ist, müssten Unklarheiten bei der Abgrenzung der Verantwortung aufgeklärt werden.

Das Museumsgebäude gehört der Gemeinde. Deshalb habe sie auch die Verantwortung für das Gebäude. Zudem sei die Gemeinde als Geldgeber der Ausstellungen, konkret der Gemeinderat, Entscheidungsträger für diese sowie für die Text der Führungen. Auch für Personal und Werbung sei die Gemeinde zuständig. Einnahmen des Museums fließen Wiest zufolge in den Gemeindehaushalt.

Vereinsmitglieder dürfen laut Wiest Führungen für Außenstehende anbieten. Den Aufbau von Ausstellungen führe der Verein auf Anfrage der Gemeinde durch, gegen Vergütung. Dem Verein verbleibe das Recht, Sonderausstellungen vorzuschlagen, Krippenbaukurse zu veranstalten, sowie die Gemeinschaft zwischen den Mitgliedern zu fördern.

Die vor einem Jahr gewählte Vereinsvorsitzende Monika Traub arbeite in der Gemeinde, und sei deren Museumsbeauftragte. So könne sie die Einteilung der Museumsführer im Sinne der Gemeinde und des Vereins vornehmen, und könnte eine enge Zusammenarbeit gewährleisten.

Traub führte an diesem Abend aus, was der Verein im vergangenen Jahr alles getan habe. Die Vorsitzende Monika Traub berichtete, dass 2018 aus Hegne 50 neue Krippen hinzugekommen sind, und der Mitgliederstand von 78 auf 77 gesunken ist. Der 250. Geburtstag von Christoph-von-Schmid wurde gefeiert, außerdem der zehnte Geburtstag des Museums und des Vereins. Josef Missel erläuterte, dass das Vereinsvermögen leicht gesunken ist, und warb für die Anhebung des Mitgliedsbeitrags, der einstimmig von zehn auf 20 Euro verdoppelt wurde.

Gemeinsam mit dem Osterbrunnen hat das Museum laut Vorsitzender dazu beigetragen, dass Oberstadion weit über seine Grenzen hinaus bekannt wurde, Krippenmuseum sei Krippenkunst. Monika Traub kündigte für das kommende Jahr eine Satzungsänderung an, die den Wegfall bisheriger Vereinsaufgaben dokumentieren werde.

Die Familie Hergesell, die seit Jahrzehnten Krippen sammelt, und bisher schon Sonderausstellungen in Oberstadion bestückt hat, plane zudem, dem Krippenmuseum 2500 Krippen zu übergeben. Der Gemeinderat müsse dafür aber zunächst entscheiden, wo diese untergebracht werden. Darüber soll laut Kevin Wiest im Sommer entschieden werden.

Die Entlastung des Vorstands wurde vom stellvertretenden Bürgermeister Georg Steinle vorgenommen, und fiel einstimmig aus. Für 2019 kündigte Monika Traub unter anderem eine Wanderung von Meersburg nach Hagnau an, sowie eine Krippenwallfahrt nach Brixen an.

Ihr Kommentar wird nach einer kurzen Prüfung durch unsere Redaktion veröffentlicht.
Kommentare werden geladen
Mehr Themen