„Klasse 2000“ in Oberstadion fehlt es an Finanzierung

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Sabine Weidner möchte spielerisch an das Thema Ernährung heran.
Sabine Weidner möchte spielerisch an das Thema Ernährung heran. (Foto: Burghart)
Karl-Heinz Burghart

Im Rahmen des bundesweiten Gesundheits- und Präventions-Projekts „Klasse 2000“ hat Sabine Weidner am Dienstagmorgen die Oberstadioner Christoph-von-Schmid-Schule besucht, um sich mit den Drittklässlern spielerisch über gesunde Ernährung, besonders über gesunde Pausenbrote, zu unterhalten.

Sabine Weidner ist Gesundheitsförderin im Projekt „Klasse 2000“ und betreut unter dem Motto „Stark und gesund in der Grundschule“ momentan 42 Klassen in der Region. „Die Mischung macht’s“, betonte Weidner, als es um das tägliche Schulbrot ging. Da dürfe auch mal Nutella drauf sein, aber eben nicht immer, so die Expertin. „Auf jeden Fall gehören Obst und Gemüse immer dazu.“

Besser ungesüßten Tee als „zuckersüßen Apfelschorle“ war ein weiterer Tipp der Fachfrau. „Auf dem Land bringen die Kinder eigentlich immer gute Vesperbrote mit“, betonte Betreuungslehrerin Katrin Spiegel. „Nur die Getränke sind oft zu süß.“ Seit 2017 nimmt die Oberstadioner Grundschule am „Klasse 2000“-Projekt teil. „Das ist eine tolle Sache, die wir sehr gerne fortführen würden“, sagt Schulleiter Tobias Tress und bedauert, dass dazu aber momentan die Sponsoren fehlen. Das Projekt „Klasse 2000“, so Tress, koste 110 Euro pro Klasse und Jahr, die bislang für die Oberstadioner Schule je zur Hälfte vom Lionsclub Munderkingen-Ehingen und der Allgemeinen Ortskrankenkasse AOK übernommen wurden.

Jetzt habe die AOK mitgeteilt, dass ihr Kontingent nicht ausreiche, um weitere Klassen der Oberstadioner Schule im Projekt zu fördern, bedauert der Rektor. „Unsere Drittklässler sind von Anfang an dabei und auch die Zweitklässler haben schon viel zu Gesundheits-Themen von Sabine Weidner erfahren“, sagt Katrin Spiegel. „Leider fehlt uns für unsere beiden ersten Klassen ein Sponsor oder mehrere Sponsoren.“ Der Lionsclub sei weiterhin bereit, die Hälfte der Kosten zu tragen. „Toll wäre, wenn wir einen Spender für die zweite Hälfte finden würden. Der dürfte sich sehr gerne bei mir melden“, betont Schulleiter Tobias Tress.

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