Jugendliche lernen Feuerwehralltag kennen

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Wasser marsch hieß es beim Berufsfeuerwehrtag und so lernte der Nachwuchs auch gleich den Umgang mit dem Schlauch.
Wasser marsch hieß es beim Berufsfeuerwehrtag und so lernte der Nachwuchs auch gleich den Umgang mit dem Schlauch. (Foto: Feuerwehr)

Einen Einblick in den Alltag der aktiven Feuerwehr haben die 15 Mitglieder der Oberstadioner Jugendfeuerwehr erhalten. Bei der 24-Stunden-Übung sind die Jugendlichen zu simulierten Einsätzen ausgerückt und haben die Ulmer Feuerwehrstation besucht.

Zum ersten Mal hat die Oberstadioner Feuerwehr am Wochenende einen sogenannten Berufsfeuerwehrtag für die Mitglieder ihrer Jugendabteilung veranstalten. 24 Stunden haben die Jugendlichen gemeinsam mit den Jugendwarten und den Gruppenleitern im Feuerwehrhaus verbracht. „Der Tag gibt den Jugendlichen die Möglichkeit, den Alltag bei der Feuerwehr kennenzulernen“, erklärt Kommandant Jochen Steinle. Zudem würden sich die Mitglieder noch besser kennenlernen. „Die Mitglieder sind zwischen zehn und 17 Jahren, das ist eine sehr heterogene Gruppe, die durch solche Aktionen enger zusammen wächst“, fügt er hinzu.

15 Jugendliche sind dabei

Am Samstagmorgen sind die 15 Jungfeuerwehrleute am Feuerwehrhaus eingetroffen. „Alle Mitglieder unserer Jugendfeuerwehr waren dabei“, berichtet Steinle. Zuerst führte der Weg nach Ulm. Dort haben sich die Oberstadioner bei der örtlichen Feuerwehr umgesehen. Anschließend ging es zurück nach Oberstadion. Teil des Berufsfeuerwehrtages sind auch Einsatzübungen und Gerätedienste. „Wir haben zum Beispiel simuliert, dass eine Person unter einem Container eingeklemmt wurde“, so der Kommandant. Vor den Einsätzen hatten die Jugendlichen ihre Aufgabe zugeteilt bekommen. Unter der Anleitung der erfahrenen Feuerwehrleute hat der Nachwuchs dann die Einsätze bewältigt.

Nacht im Feuerwehrhaus

Auch die Nacht hat die Gruppe am Wochenende gemeinsam im Feuerwehrhaus verbracht und es wurde auch ein Nachteinsatz ausgelöst. „Jeder Jugendliche hat einen Piepser erhalten, über den sie alarmiert wurden“, berichtet Jochen Steinle. Mit den Feuerwehrautos und Blaulicht wurde der Feuerwehrnachwuchs zum Spielplatz in Mundeldingen gefahren. „Dort haben wir den Brand des Gartenhäuschens mit zwei Vermissten angenommen“, so der Kommandant. Auch Oberstadions Bürgermeister Kevin Wiest hatte sich als Vermisster zur Verfügung gestellt. „Er hatte schon während des Tages immer wieder im Feuerwehrhaus vorgeschaut, um zu sehen, wie es läuft“, sagt Steinle.

Urkunde für alle Teilnehmer

Nach dem Frühstück war am Sonntagmorgen der Berufsfeuerwehrtag für alle beendet und jeder Teilnehmer erhielt eine Bestätigungsurkunde. „Die Jugendlichen waren alle total begeistert“, berichtet der Kommandant, dem die Nachwuchsarbeit besonders wichtig ist. „Die Übergangsquote von der Jugendfeuerwehr zu den Aktiven ist sehr hoch, ohne das fehlt den Feuerwehren irgendwann der Nachwuchs“, sagt Steinle. Quereinsteiger seien für den Feuerwehrdienst deutlich schwerer zu gewinnen. Für eine Gemeinde in der Größe Oberstadions sei eine Jugendfeuerwehr mit 15 Mitgliedern sehr gut. „Damit sind wir wirklich gut aufgestellt.“

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