Im Winkel gibt es jetzt eine Bärenbande

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Die Tagesmütter Lisa Schneider, Beate Braungardt und Brigitte Forster freuen sich auf die Arbeit.
Die Tagesmütter Lisa Schneider, Beate Braungardt und Brigitte Forster freuen sich auf die Arbeit. (Foto: sz- kö)
Barbara Körner

Kleinkinder im Alter von einem bis zu drei Jahren können jetzt in Oberstadion in einer Tagespflege von 7.30 Uhr bis 14 Uhr betreut werden.

Räume in der ehemaligen Werkrealschule hat die Gemeinde umbauen lassen, sodass sie jetzt für kleine Kinder geeignet sind. Es gibt einen Ess- und Spielbereich, eine Kuschelecke, einen Wickelraum und einen Schlafraum. Neun Kinder können pro Tag in der „Bärenbande“ aufgenommen werden, die Betreuung wird stundenweise berechnet. Betreut werden die Kinder von Lisa Schneider, die selbst fünf Kinder hat, von Brigitte Foster, einer Kinderpflegerin und von Beate Braungardt, Erzieherin.

Einrichtung könne jederzeit erweitert werden

Das Mittagessen für die Kleinen kochen die Frauen selbst. In einer Feierstunde wurde die Einrichtung offiziell eingeweiht. Bürgermeister Kevin Wiest begrüßte außer dem Landtagsabgeordneten Manuel Hagel seine Bürgermeisterkollegen aus Unterstadion, Emerkingen, Obermarchtal und Rechtenstein. 130 000 Euro hat die Maßnahme gekostet, 18 000 Euro gab es Zuschuss vom Land. Die Tagespflegeeinrichtung kann jederzeit erweitert werden, sagte Wiest. „Schön ist es auf der Welt zu sein“ sang der Grundschulchor begleitet von der Gitarrengruppe unter der Leitung von Rektor Tobias Tress, der seine Kinder auch der Tagespflege anvertraut hat.

„Kinder erfrischen das Leben und erfreuen das Herz. Wir sind dem langfristigen Ziel ,Bildungshaus in Oberstadion’ ein Stück nähergekommen. Auch wir Lehrer freuen uns mit der Tagespflege zu kooperieren. Das Ganze hat Hand und Fuß“, sagte er. Als Geschenk hatte Tress Fingerfarben mitgebracht, mit denen die Grundschulkinder und die der Tagespflege die Fenster ausmalen können. Kindergartenleiterin Martina Raiber sprach von gelebter Kooperation.

Hagel nannte den Umbau eine mutige Investition in die Zukunft und betonte die Wahlfreiheit der Eltern in Baden-Württemberg, sie können ihre Kinder bis zum Kindergartenalter zuhause erziehen oder sie in eine Tagespflege geben, „beides ist gut und richtig“, so Hagel.

Romy Wurm ist die Kreisvorsitzende des Tagesmüttervereins, sie dankte für den Mut der Gemeinde zu diesem Schritt. „Tagesmütter sind eine wundervolle Einrichtung. Die Frauen werden zwar niemals reich, aber sie lieben ihre Arbeit, sie lieben Kinder“. Insgesamt 90 bis 100 ausgebildete Tagesmütter gibt es im Alb-Donau-Kreis, jede von ihnen hat zur Qualifikation 160 Unterrichtseinheiten absolviert. Zudem müssen sich die Tagesmütter jährlich in 20 Unterrichtseinheiten weiterbilden.

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