Hundersinger bekommen Gas und Glasfaser ins Haus

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Die Beteiligten des Ausbaus freuen sich über den raschen Fortschritt.
Die Beteiligten des Ausbaus freuen sich über den raschen Fortschritt. (Foto: Julia Freyda)

Bis Mitte Oktober sollen die Ausbauarbeiten für Erdgas und Glasfaser in Hundersingen abgeschlossen sein. Seit Mai verlegt das Unternehmen Kassecker aus Waldsassen im Auftrag der Netze-Gesellschaft Südwest und der Breitbandversorgungsgesellschaft Sigmaringen die Infrastruktur in einem ersten Abschnitt. Im kommenden Jahr folgt ein weiterer Abschnitt in Hundersingen sowie die Erschließung mit Gas und Glasfaser in Marbach.

Vor zwei Jahren haben die Gemeinde Herbertingen und Netze Südwest einen Gaskonzessionsvertrag geschlossen. „Eine Vereinbarung darin war, dass der Ausbau eines Gasleitungsnetzes in den Teilorten erfolgt“, berichtet Bürgermeister Magnus Hoppe bei einem Pressetermin am Mittwoch. Da sei es naheliegend gewesen, in dem Zuge auch Hausanschlüsse für Glasfaser zu verlegen. Die Gemeinde investiert dafür in Hundersingen rund 182 000 Euro, hat Fördermittel in Höhe von 114 000 Euro beantragt, aber noch keine Zusage dafür bekommen.

Bislang 50 Anschlussnehmer

In dem ersten Bauabschnitt wird in Hundersingen eine rund 1,8 Kilometer lange Gasleitung verlegt. Die Einspeisung erfolgt über die Verbindung mit dem bestehenden Netz im Rötenweg in Herbertingen. „Bislang haben sich 51 Haushalte schon für einen Gasanschluss entschieden“, berichtet Melanie Götz von Netze Südwest. Im kommenden Jahr ist in Hundersingen ein zweiter Bauabschnitt mit 2,5 Kilometer Länge vorgesehen. „Wir gehen davon aus, dass dann auch noch einige Anschlüsse hinzukommen, weil der zweite Abschnitt in Wohngebieten erfolgt“, sagte Bürgermeister Hoppe. Für die Herstellung eines Erdgasanschlusses muss der Kunde in den ersten beiden Jahren eine Pauschale von 1428 Euro zahlen.

Für einen Glasfaserhausanschluss werden 952 Euro fällig – egal wie lang oder kompliziert die Leitungen und Bauarbeiten dafür sind. Bei Gewerbekunden kann es aber eine zusätzliche Pauschale für lange Leitungen geben. Die Zahl der bisherigen Anschlussnehmer liegt ebenfalls bei rund 50. Ortsvorsteher Reinhold Eisele ist rundum zufrieden mit dem Ausbau und den beteiligten Firmen. „Wir waren anfangs etwas skeptisch, aber sind froh und dankbar, dass alles so gut und schnell läuft“, sagte Eisele.

Im kommenden Jahr ist außerdem eine rund 3,2 Kilometer lange Verbindungsleitung von Ertingen nach Marbach geplant sowie ein innerörtliche Ausbau von rund 2,2 Kilometer Länge. Auch in Marbach sollen in dem Zug Glasfaserhausanschlüsse geschaffen werden. Wie in Hundersingen soll es vorab auch in Marbach Informationsveranstaltungen für die Bürger mit allen Details geben.

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