Hitze unterschätzt: Dehydrierte Pfadfindergruppe strandet in Oberstadion

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Bürgermeister und DRK-Vorsitzender Kevin Wiest (vorne rechts) nahm die Pfadfinder im Haus der Verein auf.
Bürgermeister und DRK-Vorsitzender Kevin Wiest (vorne rechts) nahm die Pfadfinder im Haus der Verein auf. (Foto: Burghart)
Karl-Heinz Burghart

Am frühen Sonntagabend hat der Oberstadioner DRK-Bereitschaftsleiter Jürgen Fiderer im Dorf eine 13-köpfige, völlig erschöpfte Pfadfinder-Gruppe angetroffen.

Die sieben jungen Frauen und sechs jungen Männer, alle im Alter zwischen 16 und 21 Jahren vom „Pfadfinder-Stamm“ aus Ehningen bei Reutlingen, waren am Freitag von ihrem Sommerlager in Seekirch zu einer mehrtägigen Wanderung aufgebrochen. Ihr Weg führte über das Lautertal in Richtung Ehingen. Von Berg wollte die Gruppe, die vom Kochtopf über Proviant bis zu Schlafsäcken alles Nötige in großen Rucksäcken dabei hatte, am Sonntag zurück nach Seekirch marschieren.

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Dabei hatten die jungen Leute wohl die extrem hohen Temperaturen unterschätzt und „strandeten“ in Oberstadion. Gemeinsam mit Kevin Wiest, DRK-Vorsitzender und Bürgermeister von Oberstadion, kümmerte sich Fiderer um die „dehydrierten Pfadfinder“, stellte die DRK-Räume im Oberstadioner Haus der Vereine als Unterkunft zur Verfügung und versorgte die Wanderer mit kühlen Getränken.

„Getreu dem DRK-Motto ‚Im Zeichen der Menschlichkeit‘ ist die Hilfsaktion doch selbstverständlich“, sagte Fiderer und betonte: „Als sich die Pfadfinder abgekühlt und in der DRK-Küche ihre Maultaschen gekocht und gegessen hatten, waren sie schnell wieder fit.“ Bürgermeister Wiest verabschiedete die Gruppe am Montagmorgen, als sie gegen 9 Uhr zur „letzten, schweißtreibenden Etappe“ zurück zum Sommerlager in Seekirch aufbrachen.

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