Hausgiebel stürzt ein - Wintergarten vom Nachbarn muss dran glauben

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Mit einem hochmodernen Laserscanner wird das Gebäude vermessen und geprüft, ob sich weitere Verschiebungen ergeben. Derweil sichert das THW mit Gerüsten das Gebäude ab. (Foto: kou)
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Ein Teil eines nicht bewohnten Hauses in der Biberacher Straße in Moosbeuren ist bereits am Mittwoch auf den Wintergarten des angrenzenden Nachbars gestürzt – verletzt wurde zum Glück niemand.

Wind und Wetter hatten die Wand wohl dermaßen belastet, dass mehrere Ziegelsteine und Balken sich lösten und beim Nachbarn landeten. „Der finanzielle Schaden ist verschmerzbar, ärgerlich ist es aber, weil wir die Wand schon länger im Blick hatten und auch deswegen schon mit dem Landratsamt im Kontakt standen“, erklärt der betroffene Anwohner Karl Ege.

Landratsamt beauftragt THW

Weil nicht genau klar ist, ob das Gebäude droht weiter einzustürzen, hat das Landratsamt das Technische Hilfswerk (THW) beauftragt, das Haus fachgerecht zu stützen.

Mit 30 Kräften der Ortsgruppen Ehingen, Blaubeuren und Weingarten baute das THW von Freitagmittag an mehrere Gerüste im betroffenen Gebäude auf, „um die Last nach unten abzuleiten“, wie Ralf Storf (Ehingen) und Kevin Kärcher (Weingarten) vor Ort erklärten.

Nachdem die Gerüste aufgebaut waren, wurde zudem im Innern ein Drahtseil von der einen Gebäudeseite zur anderen gespannt, „um zu verhindern, dass das Haus nach außen hin wegklappt“.

Hightech im Einsatz

Um weitere Verschiebungen genauestens verfolgen zu können, war den ganzen Tag über ein hochmoderner Laserscanner im Einsatz. Mittels zweier Messpunkte konnte so bis auf einen Millimeter genau jede Bewegung aufgezeichnet und überwacht werden.

Einen Überblick über die Arbeiten des THW verschaffte sich auch Bürgermeister Kevin Wiest. Anfang der nächsten Woche will das Landratsamt zusammen mit einem Statiker bei einem Vor-Ort-Termin die Ausmaße des Vorfalls klären und über das weitere Vorgehen beraten.

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