Fasnetszeit in Oberstadion hat begonnen

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Verkleidete Narren
Die Wenk’l-Fratza hatten allen Grund zur Freude bei der Ausgrabung. (Foto: Burghart)
Karl-Heinz Burghart

Mit närrischem Brimborium sind Schloßberghexa und Wenk’l-Fratza am Freitagabend in Oberstadion in die Fasnetszeit gestartet. Zudem wurde am Abend das Jubiläum der Wenk’l-Fratza, die in diesem Jahr 30 Jahre alt werden, gefeiert.

Traditionell gehörte zunächst das Aufstellen des Narrenbaums und die Taufe der Jungnarren zum närrischen Zeremoniell im Winkel. Und weil die Wenk’l-Fratza in diesem Jahr ihr 30-jähriges Bestehen feiert, gehörte das Schauspiel vom Nebelmännle vom Federsee, aus dem Narren ihre Fasnetsfigur ableiten, zum Programm. Darin trifft der Graf von Stadion, am Samstag dargestellt von Oberstadions Bürgermeister Kevin Wiest, auf das Nebelmännle in Figur eines Oberstadioner Wenk’l-Fratz. Der droht dem Grafen ihn nur am Leben zu lassen, wenn er „das verwunschene Nebelglöckle“ im See versenkt.

Fasnet seit 30 Jahren gefeiert

Der Graf tut’s, kehrt in sein Schloss zurück und kann deshalb bereits seit 30 Jahren mit der Zunft der Wenk‘l-Fratza die Fasnet feiern. Anschließend ließ Bürgermeister Wiest die „30-jährige Schtäamer Narrengeschichte“ in Reimen Revue passieren, erinnert an seinen „Schultes-Uropa als Fasnetsvermeider“, freute sich über den Auftritt von Aulendorfer Narren, die zur „Initialzündung für die Wenk’l-Fratza“ wurde und mahnte die Narrenschar die Fasnet „jedem zur Freud“ zu feiern.

Hexen bilden einen menschlichen Turm
Hoch türmten sich die Hexen bei der Jubiläumsparty. (Foto: Burghart)

Frank Schweikert, Vize-Zunftmeister der Wenk’l-Fratza, und Sabine Walter, Zunftmeisterin der Schloßberghexa, nahmen den neuen Narren anschließend den Narrenschwur ab und ließen den närrischen Nachwuchs das Hexen-Feuerwasser und den Fratza-Trunk probieren. Während die neuen Wenk’l-Fratza gelobten sich „dem Bann der Fasnet und den ehernen Narrengesetzen zu unterwerfen, schworen die Neuhexen ihr wahres Leben zu opfern und sich in den Bann der Hexen zu begeben“.

Neue Mitglieder

Neu im Häs der Wenk’l-Fratza werden in diesem Jahr Carina Buck, Laura Barone, Sarah Huber, Leon Sauter, Benni Lang und Matthias Weiher unterwegs sein. Ins Häs der Schloßberghexa schlüpfen heuer zum ersten Mal Role Gerhard, Elias Mohr, Matthias Münst, Sabrina Hafner und Sami Preg. Mit „bloßer Muskelkraft“ wurde anschließend der „Schtämer Narrenbaum, als deutliches Zeichen für Narrenrecht und Narrenfreihet“ in die Senkrechte gebracht. Gäste der Fasnetseröffnung in Oberstadion waren in diesem Jahr die Gausweiber aus Unterstadion, Feuerhexen aus Bad Buchau, Deifelsweiber aus Erolzheim und die Gruppe der Dalabudl aus Untersulmetingen.

Mit einer Jubiläumsparty in der Mehrzweckhalle haben die Wenk’l-Fratza dann ihr 30-jähriges Bestehen gefeiert. Mit dem Tanz ihres Hexen-Nachwuchses und mehreren Hexenpyramiden gratulierte die Nachbarzunft der Schloßberghexa. Deiffelsweiber aus Alleshausen, „d‘Schäf“ aus Pfronstetten und die Allmendinger Zigeunergruppe hatten ihre Maskentänze zur närrischen Geburtstagsfeier mitgebracht und aus Ummendorf sowie Baltringen reisten Showtanzgruppen an, die als Werbefiguren und als Bachelor samt Tanzmädchen, den Wenk’l-Fratzen zum Jubiläum gratulierten.

Gardemädchen aus Oggelsbeuren ließen zur Feier des Narrenjubiläums die Beine fliegen, die nötige Musik steuerten die Guggamusik „Los Krachos“ und das „närrische Orchester der Dürnauer Xälzbära“ zum Programm bei und zum Schluss hatten die Gastgeber mit der „Wenk’l-Fratza Garde“ die Lacher der närrischen Gäste auf ihrer Seite. Nach dem rund dreistündigen Programm wurde zum Sound von DJ Beast eine lange Narrennacht zum Fratzen-Geburtstag gefeiert.

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