Eltern müssen für Kinderbetreuung zahlen

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Der Verbund bei seiner Sitzung am Dienstag.
Der Verbund bei seiner Sitzung am Dienstag. (Foto: Friedrich Hog)
Friedrich Hog

Die Mittagsbetreuung in der Grundschule Oberstadion kommt gut an. Das sorgt dafür, dass auch die Kosten pro Kind steigen. Diese sollen ab sofort die Eltern mit einem Beitrag mitfinanzieren.

Das hat der Nachbarschaftsgrundschulverband mit Sitz in Oberstadion bei seiner Sitzung am Dienstag festgesetzt. Zudem gab sich der Verband eine neu gefasste Satzung. Die Gemeinden Grundsheim, Oberstadion und Unterstadion bilden unter dem Namen Nachbarschaftsgrundschulverband Oberstadion einen Schulverband, zu dessen Vorsitzenden Bürgermeister Kevin Wiest aus Oberstadion gewählt ist. Die Verbandssatzung besteht seit 1972, wurde zwischenzeitlich sechs Mal geändert, und beinhaltete eine nicht mehr existente Ermächtigungsgrundlage. Zugleich fehlte es in der alten Satzung an einer Fälligkeitsregelung für die Betriebskostenumlage „Kinderbetreuung“. In der jüngsten Sitzung beschloss der Verband eine neu gefasste Satzung, einschließlich einiger Klarstellungen, sowie die Nennung der gültigen Ermächtigungsgrundlage aus dem Jahr 1974, dem Gesetz über kommunale Zusammenarbeit. Änderungen in der Praxis ergeben sich dadurch jedoch nicht.

Rund 40 Kinder in Betreuung

Der Grundschulverband bietet seit vielen Jahren neben dem Mittagessen auch eine Mittagsbetreuung für die Schul- und Kindergartenkinder an. Das Mittagessen nehmen rund 25 Schulkinder und 15 Kindergartenkinder an. Bürgermeister Kevin Wiest wertete die Betreuung der Kinder über die Mittagszeit angesichts dieser Zahlen als Erfolg. Auch seien viele Eltern auf die Mittagsverpflegung- und betreuung angewiesen, es könne in vielen Fällen nur so ein zweites Einkommen für die Familie generiert werden. Bei 40 Betreuungskindern ergibt sich ein Kostenaufwand von 80 Euro pro Kind. Aufgrund gestiegener Kosten und der Notwendigkeit, eine weitere Mitarbeiterin für die Mittagsbetreuung einzustellen, hat der Verband deshalb zum kommenden Schuljahr beschlossen, einen Elternbeitrags dafür einzuführen.

Dieser sei auch als Wertschätzung den Betreuerinnen gegenüber zu verstehen. Monatlich 20 Euro fallen demnach an, wenn das Kind an drei Wochentagen an der Mittagsbetreuung teilnimmt, 15 Euro bei zweimaliger Teilnahme, 10 Euro bei einmaliger Teilnahme. Bei sporadischem Einzelbesuch werden 2,50 Euro erhoben, das Essen selbst ist jeweils separat zu bezahlen. Die umgelegten Beiträge werden für elf Monate im Jahr erhoben, die großen Ferien bleiben ausgenommen. Anmeldungen gelten für ein halbes Jahr, können aber zum jeweiligen Monatsende gekündigt werden. Aufgrund der Kapazität des Busses, der für den Transfer der Kindergartenkinder zuständig ist, wurde festgelegt, dass bis zu 16 Kindergartenkinder angemeldet werden können.

Außerdem wurde bei der Sitzung bekanntgegeben: Der Krippenverein kann künftig einmal pro Monat den Werkraum der Schule zum Bau von Krippen nutzen und die Gemeinde sucht derzeit einen Wickeltisch.

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