40 Pilger aus dem Winkel reisen nach Fatima

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Die Pilger haben auf ihrer Reise viel erlebt.
Die Pilger haben auf ihrer Reise viel erlebt. (Foto: sz- khb)

Gemeinsam mit Oberstadions Pfarrer Walter Ruoß und Bürgermeister Kevin Wiest sind rund 40 Pilger aus der Seelsorgeeinheit Donau-Winkel bei der Heiligsprechung der „Seher-Kinder“ in Fatima gewesen und haben dort Papst Franziskus erlebt.

„Als ich die Pilgerreise mit dem bayerischen Pilgerbüro vorbereitet habe, war noch nicht bekannt, dass der Papst nach Fatima kommen wird“, so Ruoß, „umso mehr haben wir uns gefreut, an diesem Großereignis teilhaben zu dürfen.“ Erste Station der Pilgergruppe war Lissabon. Dort hielt Ruoß in der Antonius-Basilika einen Gottesdienst, anschließend ging’s in die Lissaboner Altstadt und zum Hieronymus-Kloster. „Auch Cabo da Roca, der westlichste Punkt Europas, lag auf unserer Reiseroute“, so Wiest. Mit dem Bus fuhren die Pilger weiter nach Fatima, dem eigentlichen Ziel ihrer Pilgerfahrt. „Hundert Jahre nach der Marien-Erscheinungen von Fatima hat der Papst zwei der Seher-Kinder heilig gesprochen“, erklärte Ruoß.

„Als wir ankamen und am Abend die Lichterprozession erlebten, war Fatima noch ruhig“, sagt er. Ganz anders am nächsten Tag. „Nachdem wir morgens im strömenden Regen den ungarischen Kreuzweg gebetet hatten, war Fatima brechend voll und voller Aufregung vor der Ankunft des Papstes“, so Wiest. Dieser kam gegen Abend im Hubschrauber an und sei begrüßt worden wie ein Popstar, sind sich Pfarrer und Schultes einig.

Der Papst lebe die Nähe zu den Menschen und der Funke sei sofort übergesprungen, so Pfarrer Ruoß. Jeder der Pilger habe sich ein Plätzle gesucht, um die Papstmesse am anderen Morgen zu erleben und nach der Abreise des Papsts sei wieder etwas Ruhe in Fatima eingekehrt. Am Abend bei der Lichterprozession hat Pfarrer Ruoß „das fünfte G’setzle des Rosenkranzes auf Deutsch“ für die vielen internationalen Fatima-Pilger gebetet. Über Porto ging die Pilgerfahrt am anderen Tag weiter nach Santiago de Compostela. Pünktlich umk 12 Uhr waren alle in der Kathedrale, um die Pilgermesse und das bekannte Schwenken des großen Weihrauch-Fasses zu erleben. Ruoß betont: „Es war beeindruckend zu erleben, wie die oft sehr lädierten Pilger ankamen und trotzdem voller Freude waren.“ Am Jakobusgrab in der Krypta wurde gemeinsam gebetet und gesungen und später umarmten die „schwäbischen Pilger“ die große Jakobusfigur in der Kathedrale. „Das ist ein Ritual der Jakobspilger und wir haben uns angeschlossen“, so Ruoß.

Vor der Heimreise hielt er in Santiago den Abschluss-Gottesdienst der Pilgerreise, in dem er die gekauften Andachtsgegenstände seiner Mitpilger segnete. Er selbst hatte sich einen Pilgerstab gekauft. Mehrmals haben die Pilger unterwegs das Bussenlied gesungen. „Das war, als ob wir ein Stück Heimat im Gepäck gehabt hätten“, sagt Ruoß.

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