Peter- und Paulfest bietet ein besonderes Programm zum Jubiläum

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Die Organisatoren freuen sich bereits auf das Fest.
Die Organisatoren freuen sich bereits auf das Fest. (Foto: Burghart)
Karl-Heinz Burghart

Seit mehr als einem Jahr laufen im Obermarchtaler Musikverein die Vorbereitungen zum „100. Heimatfest Peter und Paul“. Und für die Jubiläums-Ausgabe des beliebten Traditionsfests haben sich Fabian Tress, Vorsitzender für den Festbetrieb im gastgebenden Musikverein, und seine vielem Helfer, neben den jährlich wiederkehrenden Programmpunkten, einige Höhepunkte einfallen lassen.

Bevor das 100. Peter- und Paulfest vom 28. bis 30. Juni in der Dorfmitte Obermarchtals steigt, wird bereits am 27. Mai eine Bilderausstellung in den Räumen der örtlichen Raiffeisenbank eröffnet. Unter dem Motto „Wir auf dem Peter und Paulfest“ haben dafür die Kinder der Obermarchtaler Grundschule gemalt. „Das Peter und Paulfest ist ein Fest für die gesamte Gemeinde, deshalb wollen wir die Kinder beim Jubiläumsfest noch stärker einbeziehen“, betont Fabian Tress. Auch die Kindergartenkinder werden sich auf das Traditionsfest vorbereiten, in dem sie sich mit Abdrücken ihrer Hände auf einem der großen Festbanner verewigen und es ebenfalls am 27. Mai vor dem Kindergarten aufhängen. „Und beim Kindernachmittag am Festsamstag werden wir aus jeder Klasse der Grundschul-Künstler zwei Preisträger auslosen“, so Tress.

Dorfheilige rocken das Festzelt

Zum Auftakt des 100. Peter und Paulfests werden am Freitag, 28. Juni, die „Dorfheiligen“ das Festzelt rocken. „Die Jungs liefern Musik für jeden Geschmack, für Jung und Alt, von der Polka bis zum Partysound“, sagt Fabian Tress und betont, dass für den Partyabend mit den Dorfheiligen eigens T-Shirts angefertigt wurden. „Mit denen werden unsere Mitglieder des Musikvereins bis zum Fest in der Region unterwegs sein. Quasi als lebende Werbung“, so Tress.

Bevor die Dorfheiligen die Bühne stürmen, wird um 19.30 Uhr das erste Bierfass angestochen. Nach der „spritzigen Fassanstich-Premiere“ von Bürgermeister Martin Krämer im vergangenen Jahr, werde der Schultes heuer Unterstützung von Pfarrer Gianfranco Loi bekommen, kündigen die Musikerinnen und Musiker an. „Und der Eintritt zum Partyabend mit den Dorfheiligen ist frei“, ergänzt Fabian Tress. Weil der „Luftballon-Wettbewerb beim Peter und Paulfest“ vor Jahren sehr beliebt war, wird er zum Festjubiläum wiederholt. „Beim Kindernachmittag am Samstag bekommt jedes Kind einen Luftballon samt Karte, um ihn in die Luft steigen zu lassen“, erklärt Tress. Auf die Ballonkinder mit den weitesten Ballonflügen warten Preise, alle „Karten-Rücksender aus der Region“ wird der Musikverein zu seinem Jahreskonzert im Herbst einladen.

Blasmusikparty mit Kapellen

Am Samstagabend werden sich die Blasmusiker der VG Munderkingen in Obermarchtal treffen. Um 19 Uhr formieren sich die VG-Kapellen zum Gesamtchor auf dem Marktplatz und laden anschließend zur Blasmusikparty ins Festzelt ein, bei der jede Kapelle rund eine Stunde aufspielen wird. „Als mehrere Stunde geballte Blasmusik“, freut sich Fabian Tress. Traditionell wird der Festsonntag mit der Tagwache durch den gastgebenden Musikverein, dem Festgottesdienst im Münster, dem „12. Marchtaler Kunst- und Handwerkermarkt“, leckerem Mittagessen, der Festtombola und viel Blasmusik verlaufen.

Seit seinen Anfängen sei das Festt eng mit dem Kirchenpatrozinium verbunden, wissen die Obermarchtaler Musiker. „Das unterscheidet unser Fest von anderen Zeltfesten und gibt ihm jedes Jahr einen festlichen Charakter. Deshalb feiern wir mitten im Dorf und nah am Kloster. Es ist eben ein Fest, bei dem traditionell das ganze Dorf mitmacht. Früher war’s ein Feiertag, an dem nicht gearbeitet wurde“, sagt Fabian Tress, der mit seinen Helfern in den alten Archiven gestöbert hat. Wann genau das erste Peter und Paulfest gefeiert worden sei, lasse sich nicht mehr klären, so Tress. „Wohl in den 1890er-Jahren“, sagt er. „Das älteste erhaltene Bild stammt aus dem Jahr 1927“. Damals sei das Fest „vom Bräuhaus-Wirt und der Kirchengemeinde“ veranstaltetet worden. Als die „Schloß-Gaststätte“ geschlossen wurde, hat der Musikverein die Festorganisation übernommen. „Bis 1971 war Peter und Paul ein eintägiges Fest am Sonntag des Patroziniums“, erzählt Tress, „ab 1972 stand das erste Zelt im Klosterhof und es wurde drei Tage gefeiert. Ab 1979 wurde hinter die Turnhalle umgezogen und seit 1996 feiern wir im Kless-Hof vor dem Kloster. Anfangs noch unter Sonnenschirmen und erst seit 2014 wieder mit einem Zelt“, so der Vorsitzende für den Festbetrieb.

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