Orgelschüler zeigen, was sie gelernt haben

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Stilgerechte Interpretation war Thema der Akademie.
Stilgerechte Interpretation war Thema der Akademie. (Foto: SZ- kurt efinger)
Kurt Efinger

An der Obermarchtaler Holzhey-Orgel haben 15 Organisten von Donnerstag bis Samstag die stilgerechte Interpretation von Werken verschiedener Komponisten erarbeitet. Leiter des Kurses im Rahmen der Orgelakademie Oberschwaben war Gerhard Weinberger.

Spiel an renommierter Orgel verbessern

Die von Michael Grüber aus Horb am Neckar veranstaltete Orgel-Akademie-Oberschwaben ist seit 2004 Sommer-Treffpunkt für Organisten aus aller Welt. Profis und Einsteiger haben dabei Gelegenheit, an renommierten Barockorgeln ihr Spiel zu verbessern. An der 1780 von Johann Nepomuk Holzhey in der Obermarchtaler Klosterkirche eingerichteten und vor einigen Jahren umfangreich restaurierten Orgel unterwies vergangene Woche Dozent Gerhard Weinberger die diesjährigen Kursteilnehmer in der stilgerechten Interpretation von Werken süddeutscher Komponisten des 18. Jahrhunderts, von Wolfgang Amadeus Mozart und einer Literaturauswahl von Frühbarock bis Frühromantik.

Gerhard Weinberer wirkte von 1983 bis 2011 als ordentlicher Professor für Orgel und Leiter des Studiengangs Kirchenmusik sowie des Vokalsolisten-Ensembles der Barockakademie an der Hochschule für Musik Detmold. Von 1984 bis 2003 nahm er zusätzlich einen Lehrauftrag für Orgel an der Hochschule für Musik Würzburg wahr.Er ist Mitglied der Europäischen Akademie der Wissenschaften und Künste und des Direktoriums der Neuen Bachgesellschaft Leipzig. 2017.

Begeisterter Applaus

Das Abschlusskonzert am Samstag lockte zwar nur etwa 30 Liebhaber des Orgelspiels in die Basilika. Diese aber genossen die von fünf Kursteilnehmern mit der jeweils passenden Registrierung gebotenen Musik und applaudierten am Schluss begeistert. Gabriele Urbanski spielte zu Beginn die Toccata quinta aus „Apparatus Musico-Organisticus“ von Georg Muffat und das von Mozart „für eine Walze in eine kleine Orgel” komponierte Andante F-dur (KV 616). Von Jan Pieterszoon Sweelinck gab Yoshiko Morimoto sechs Variationen zu“Mein junges Leben hat ein End'“ (SwWV 324) zum Besten. Ulf Prieß brachte von Johann Gottfried Walther die Partita „Jesu, meine Freude“ in neun Variationen zu Gehör. Dirk Brödling trug den ersten Satz des Konzerts F-Dur op. 55 „Flöten-Konzert" für Orgel von Johann Christian Heinrich Rinck und „Tema con variazioni“ von Martin Vogt vor. Mit der „Toccata prima“ aus Georg Muffats Apparatus beschloss Christoph Doser das abwechslungsreiche Konzert.

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