Der DRK-Kreisverband nutzt seine Kreisversammlung in jedem Jahr, um langjährige und verdiente Mitglieder zu ehren.
Der DRK-Kreisverband nutzt seine Kreisversammlung in jedem Jahr, um langjährige und verdiente Mitglieder zu ehren. (Foto: sz-Fotos:burghart)
Karl-Heinz Burghart

Rund 150 Delegierte aus den 22 DRK-Ortsvereinen im Alb-Donau-Kreis haben sich am Freitagabend in der Obermarchtaler Gemeindehalle zur Kreisversammlung des Deutschen Roten Kreuzes getroffen. Die DRK-Kreispräsidentin und CDU-Bundestagsabgeordnete Ronja Kemmer begrüßte ihr 19-köpfiges Präsidium, zahlreiche Bürgermeister, die als Vorsitzende mehrerer Ortsvereine gekommen waren, und die Ehrenamtlichen.

„Sie sind ein wichtiger Pfeiler unseres Kreisverbands“, sagte die Präsidentin zu den freiwilligen DRK-Helfern. „Ohne den Einsatz der Ehrenamtlichen wäre vieles nicht möglich. Sie haben sich nach Feierabend, an Wochenenden und in ihrem Urlaub Zeit genommen, um Menschen zu helfen. Sie leisten ihre Arbeit mit viel Herzblut und in nicht immer einfachen Situationen.“ Obermarchtals Bürgermeister Martin Krämer stellte den DRK-Delegierten seine Gemeinde vor und betonte, dass sich der Obermarchtaler DRK-Ortsverein sehr für die Gemeinde engagiere. Blutspendetermine und das Jugendrotkreuz nannte Krämer als Beispiele.

Rückblick auf 2018

Das Jahr 2018 sei ereignisreich und erfolgreich gewesen, sagte Ronja Kemmer in ihrem Bericht. „2018 war unter anderem geprägt vom Einstieg in neue Tätigkeitsfelder“, sagte die Präsidentin und nannte „das Ambulant Betreute Wohnen“, das Projekt „Vielfalt erleben“ und das Schulsanitäter-Turnier. Mit dem „Ambulant Betreuten Wohnen“ biete das DRK psychisch Erkrankten die Möglichkeit einer „bedarfsgerechten, selbstständigen Lebensführung mit dem Ziel, einer stationären Betreuung vorzubeugen“, so Kemmer. Im Projekt „Vielfalt leben und erleben“ ermöglicht das DRK Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen verschiedene körperliche Einschränkungen „am eigenen Körper“, etwa durch einen „Alterssimulationsanzug“, zu erleben. Am Turnier der Schulsanitäter hätten rund 120 Schüler aus dem Land teilgenommen, sagte die DRK-Präsidentin. „Durch ihre Tätigkeit entlasten Schulsanitäter nicht nur die Lehrer, sondern tragen maßgeblich zur Verbesserung der Atmosphäre an den Schulen bei“, so Kemmer.

Als ein „bedeutendes Ereignis des vergangenen Jahres“ bezeichnete Ronja Kemmer den Spatenstich zum Neubau der neuen DRK-Rettungswache und einer Außenstelle der DRK-Landesschule, an der später Notfallsanitäter ausgebildet werden, am Oberen Eselsberg in Ulm. „Damit schaffen wir eine wichtige Grundlage zur Verbesserung der notfallmedizinischen Versorgung“, so die Präsidentin. Das neue Gebäude soll rund sechs Millionen Euro kosten, wobei rund 3,5 Millionen auf die Rettungswache entfallen und vom DRK-Kreisverband finanziert werden müssen. „Die Fertigstellung ist bis zum Sommer 2020 geplant“, sagte Ronja Kemmer am Freitag.

Finanzen vorgestellt

Schatzmeister Guido Steeb meldete der Versammlung einen Jahresüberschuss von knapp 600 000 Euro. Der liege deutlich über dem Vorjahresergebnis und stamme aus zwei Erbschaften sowie aus um rund 150 000 Euro gesenkten Personalkosten. Auf dem Rücklagenkonto des DRK-Kreisverbands sind momentan rund 760 000 Euro angespart. Die Sachanlagen wurden mit 5,2 Millionen Euro, das vorhandene Eigenkapital mit 4,9 Millionen Euro bewertet.

Kreisbereitschaftsleiterin Stefanie Ludwar berichtete, dass 840 Helfer in den 22 Ortsvereinen aktiv sind sowie von den DRK-Einsätzen am Schwörmontag und beim Einstein-Marathon. „Außerdem waren Helfer aus dem Kreisverband bei der Silvesterparty am Brandenburger Tor in Berlin im Einsatz“, so Ludwar. Für den erkrankten Kreissozialleiter Alfons Thurner berichtete Claudia Steinhauer von der Arbeit der sechs Tafelläden im Kreis, in denen mehr als 300 Ehrenamtliche engagiert sind, die an 732 Tagen pro Jahr geöffnet sind und in denen im vergangenen Jahr rund 71 000 Kunden eingekauft haben.

Steigende Mitgliederzahlen meldete Kreisjugendleiter Stefan Gerstenberg der Versammlung und nannte die Kreisfreizeit, die Notfall-Darstellung und den JRK-Wettbewerb in Oberdischingen als Aktivitäten des Rotkreuz-Nachwuchses.

„Wir werden unsere Kompetenzen weiterhin für die gute Sache einbringen“, sagte Präsidentin Ronja Kemmer am Schluss der Kreisversammlung. Dann servierte der Obermarchtaler DRK-Ortsverein den Gästen Maultaschen und Getränke.

Ehrungen

Der DRK-Kreisverband nutzt seine Kreisversammlung in jedem Jahr, um langjährige und verdiente Mitglieder zu ehren und den DRK-Mitgliedern, die an den entsprechenden Prüfungen teilgenommen haben, das DRK-Leistungsabzeichen zu verleihen. Mit der Ehrennadel des DRK-Kreisverbands für 60-jährige Mitgliedschaft wurden Rudi Reichel aus Laichingen, Martin Rettich aus Obermarchtal und Brigitte Keller aus dem Ortsverein Weidenstetten-Beimerstetten ausgezeichnet. Die Verdienstspange für 55-jährige Mitgliedschaft ging an Horst Penetti aus Dorndorf und Erwin Leger aus Regglisweiler. In Abwesenheit wurden Gisela Mantler, Georg Semel und Rita Zanotti aus Lonsee sowie Hans Oswald aus Oberdischingen für 55 Jahre im DRK geehrt.

Seit 50 Jahren gehören Hannelore Staudacher und Hans-Anton Gräter aus Ehingen sowie Harald Widmann aus Obermarchtal dem DRK an. Die Ehrennadel für 40-jährige Mitgliedschaft bekam Ulrich Goller vom Ortsverein Lauterach-Kirchen. Ebenfalls 40 Jahre DRK-Mitglied sind Ulrike Hackel und Wolfgang Gölz aus Ehingen. Teils in Abwesenheit wurden 21 Mitglieder für ihr 25-jähriges Engagement im Roten Kreuz ausgezeichnet.

Die entsprechende Ehrennadel ging an Sabine Gärtner, Gerhard Geißelhardt, Michaela Schaude und Wolfgang Ehrhardt aus Allmendingen. An Edith Fischer, Hans-Joachim Lehmann und Thomas Winkhart von der „Bergwacht-Blautal“ sowie an Getrud Denk aus Dorndorf. Ebenfalls DRK-Mitglied seit 25 Jahren sind Peter Waibel und Mario Klumpp aus Ehingen, Christian Fischer aus Illerkirchberg, Andreas Bauer aus Langenau, Michael Mantler aus Lonsee, Norbert Faad aus Obermarchtal, Robin Obermiller aus Schelklingen sowie Marie-Luise Bronner, Marius Hirsch, Martin Lander, Bettina Schenk, Elisabeth Schwetlik und Corinna Volz aus Schelklingen.

Den Prüfungen zum DRK-Leistungsabzeichen in Esslingen hatten sich Nico Friedrich, Thomas Semmler, Susanne Autenrieth, Carolin Rettich, Nehle Busse und Andreas Keirat aus Laichingen gestellt. Ihnen wurde am Freitag das goldene DRK-Leistungsabzeichen verliehen. Nach bestandenen Prüfungen in Überlingen ging das silberne Leistunsgabzeichen an Stefan Gerstenberger, Steffi Ludwar, Matthais Lange, Matthias Maier, Tobias Baumeister und Patricia Heigl aus Blaubueren sowie an Christel Striftler aus Laichingen.

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