Obermarchtaler feiern 99. Peter&Paul-Fest bei Kaiserwetter

Lesedauer: 5 Min

Bürgermeister Martin Krämer dirigiert beim Peter und Paul Fest den Gesamtchor der Musikkapellen.
Bürgermeister Martin Krämer dirigiert beim Peter und Paul Fest den Gesamtchor der Musikkapellen. (Foto: Friedrich Hog)
Friedrich Hog

Für das 99. Heimatfest Peter und Paul hat sich der Musikverein Obermarchtal für den Auftakt am Freitag eine doppelte Premiere einfallen lassen. Erstmals gab es einen offiziellen Fassanstich und erstmals nahm der neue Bürgermeister Martin Krämer diesen vor. Nach etlichem Bemühen war das erste Fass Bier angezapft. Nachdem es im Vorfeld auf dem Marktplatz bereits unter dem Titel „Gesamtchor“ drei gemeinsam gespielte Stücke der Musikkapellen aus Frankenhofen, Hayingen und Uttenweiler gab, durften die drei Kapellen nacheinander die Abendunterhaltung gestalten. Am Samstag fand unter großer Beteiligung der Obermarchtaler und mit drei Bühnenauftritten das traditionelle Kinderfest statt.

Orchesterbetriebsleiter Matthias Striegel eröffnete auf dem Marktplatz bei herrlichem Sommerwetter das Fest. Der Ausschuss des Musikvereins Obermarchtal hat beschlossen, für dieses Jahr anstelle einer Partynacht drei Gastkapellen für die Gestaltung des Eröffnungsabends einzuladen. Dirigentin Vera Renz, antwortete auf die Frage, ob die Änderungen auf den neuen Bürgermeister zugeschnitten seien: „Nein, das ist ein glücklicher Zufall“. Als Glücksfall erwies sich Martin Krämer sodann bei der Bewältigung seiner beiden Aufgaben. Im Gesamtchor spielten die drei Musikkapellen „Unser Schwabenland“, „Von der Alb zur Donau“ und „Die Vogelwiese“. Dabei dirigierte der am Sonntag zuvor neu vereidigte Bürgermeister beim Stück „Von der Alb zur Donau“.

Im direkten Anschluss an die Eröffnungsmusik machte sich bei Matthias Striegel der Durst breit und er nahm die rund 150 Musiker und zahlreich erschienenen Zuhörer mit ins nahe gelegene Festzelt. Dort gab es erstmals in der Geschichte des Heimatfestes einen Fassanstich, ebenfalls mit dem neuen Bürgermeister. Die Zwiefalter Klosterbrauerei hatte ein Fass mit 30 Liter Bier spendiert, das der nunmehr mit einer Schürze ausgestattete Bürgermeister mit einem Holzhammer anstechen sollte. Doch der Fassanstich erwies sich als knifflige und feuchtfröhliche Angelegenheit, die nach zahlreichen Schlägen und unter Verwendung mehrerer Zapfhahnen schließlich doch noch erfolgreich zum Abschluss gebracht werden konnte. 30 Liter Freibier entschädigten für die lange Wartezeit, und der Abend verging bei guter Unterhaltung wie im Flug. Dabei hatte Raphael Siegle als Gastdirigent des ersten Stücks der Frankenhofener einen großen Auftritt. Das von ihm geleitete „Die Sonne geht auf“ erhielt viel Beifall.

Der Samstag stand ab 14 Uhr ganz im Zeichen des traditionellen Kinderfests. Zunächst schickte der Kindergarten seine mutigsten Kindern auf die Bühne. In dem vitaminreichen Beitrag mochte Emma zu Beginn nur Süßigkeiten. Jolinchen aber führte sie in einen Garten mit Äpfeln, Pflaumen, Erdbeeren und Kartoffeln. Die Möhre konnten die Kinder nur mit vereinten Kräften ernten, unter Beteiligung von Oma, Hund, Katze und Maus. Schließlich war klar, dass ein gutes Vesper nur mit Obst und Gemüse gelingt.

Die Jazztanzgruppe brachte sportliche Einlagen wie Rad, Spagat und Überschlag und durfte eine Zugabe geben. Da zwei Formationen abgesagt hatten, war die Jugendkapelle des Musikvereins Obermarchtal unter Leitung von Christine Burgmaier mit rund zwei Dutzend Akteuren die dritte und letzte Formation auf der Bühne. Die Kapelle spielte „Mambo No. 5“, „Oh Susanna“ oder Klassiker von Abba. Höhepunkt war das Schlagzeugsolo von Fritz Härle.

Zum Ausklang des Nachmittags stellten die Akteure ihre Instrumente vor, es gab Kinderschminken, einen Kletterbaum oder einen Angelteich mit Geschenken.

Ihr Kommentar wird nach einer kurzen Prüfung durch unsere Redaktion veröffentlicht.
Kommentare werden geladen
Mehr Themen