Für den guten Zweck lies es sich am Samstag im Kreuz gleich zweimal so gut rocken.
Für den guten Zweck lies es sich am Samstag im Kreuz gleich zweimal so gut rocken. (Foto: Hog)
Friedrich Hog

Ein komplett volles Haus gab es am Samstagabend in der Kultkneipe „Kreuz“ in Obermarchtal, als die Ehinger Rock Band „Firefly“ ein Benefizkonzert gab. Der Erlös kommt der achtjährigen Lisa zugute, deren Vater Michael Schäfer vor einem Jahr unerwartet verstorben ist. Micha war der Sänger von „Firefly“.

Seine rauchige Stimme hat dem Ehinger Michael Schäfer den Spitznamen „Screaming Mike“ eingebracht. Seine Gesangskarriere nahm bei der Schelklinger Band „Claxon“ den Anfang, mit der er es bis ins Vorprogramm der schwäbischen Kultband „Schwoißfuas“ gebracht hat. Nach der Auflösung von „Claxon“ sang er in der Ehinger Hardrock Band „Lissard“, für die er auch die Texte schrieb. Diese Formation spielte in den Jahren 1987 bis 2001 auch mit international bekannten Bands.

Coverrock verschrieben

Dann formierte sich die Band um und wurde „Firefly“, die sich dem Coverrock gewidmet hat. Inzwischen spielen sie nur noch selten, zum Beispiel im Biergarten der Bergbrauerei. In der Besetzung Frank Holl am Schlagzeug, Mel Rumpf und Silke Eichler für den Gesang, Marius Fiseli und Andy Vetter an den Gitarren sowie Jürgen Resch am Bass haben sie in vier ausführlichen Sets bis weit nach Mitternacht ihre Fans im Kreuz mit Coversongs, aber auch mit Liedern aus der eigenen Feder von Michael Schäfer begeistert. Immer wieder kamen Gastmusiker auf die Bühne, wie die ehemaligen Bandmitglieder Franz Knaisch am Gesang und Chris Janocha an der Gitarre. Auch Yogi Witzler am Gesang, Jürgen Matheis am Schlagzeug, Oliver Fiseli, Stefan Dasch und Maria Besold sowie Ozkan Sen an den Gitarren gaben sich die Ehre.

Der Obermarchtaler Kreuzwirt Herbert Knab hatte seinem langjährigen Freund Frank Holl für das Benefizkonzert gerne seinen Saal zur Verfügung gestellt, er war auch mit dem verstorbenen Michael Schäfer befreundet. Klassiker der Rockgeschichte wie „Born to be Wild“ von Steppenwolf, „The Boys are Back in Town“ von Thin Lizzy oder „Travelin‘ Band“ von CCR erklangen in angenehmer Lautstärke, als hätte der Zahn der Zeit niemals an ihnen genagt. Das Repertoire reichte sogar zurück in die 1950er Jahre zu Chuck Berry und „Johnny B. Good“. Auch der Bob Dylan Klassiker „Knockin‘ On Heaven‘s Door“ erklang im rockigen Arrangement, oder „What’s up“ von den 4 Non Blondes. Dazu streuten „Firefly“ Kompositionen von Michael Schäfer ein wie „Masters of Power“, und zu Beginn des dritten Sets lief ein Film, der Bilder aus dem Leben des einstigen Sängers der Band zeigte.

Viele Gäste spendeten noch etwas extra. So wurde der Benefizzweck mehr als erreicht, und die Familie, Freunde und Fans von „Firefly“ hatten, soweit dies unter den eigentlich traurigen Umständen möglich war,, einen gelungenen Abend erlebt.

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