Neue Projekte beim Obermarchtaler DRK

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Einige Neuerungen gibt es beim Obermarchtaler DRK.
Einige Neuerungen gibt es beim Obermarchtaler DRK. (Foto: Archiv)

Eine Schnupperstunde für das Jugendrotkreuz Obermarchtal findet am Dienstag, 9. Oktober, um 16.30 Uhr im DRK-Gebäude, Hauptstraße 11a, statt.

Bei der Obermarchtaler Ortsgruppe des Deutschen Roten Kreuzes tut sich derzeit viel. Gleich mehrere Projekte hat Bereitschaftsleiter Karl Faad derzeit auf der Agenda. Unter anderem soll in der Gemeinde eine Jugendrotkreuz-Gruppe entstehen. Der Termin für ein Schnuppertreffen steht bereits fest.

Seine Tochter hat Karl Faad, der sich inzwischen seit mehr als 30 Jahren beim Deutschen Roten Kreuz engagiert, auf die Idee gebracht, eine Jugendgruppe in Obermarchtal ins Leben zu rufen. „Meine Tochter ist jetzt zehn Jahre alt und interessiert sich sehr fürs DRK, hat im Moment aber keine Möglichkeit, mitzumachen“, so der Obermarchtaler Bereitschaftsleiter. Gemeinsam mit seiner Frau Sonja hat Faad deshalb beschlossen, es mit der Gründung einer Jugendrotkreuz-Gruppe in Obermarchtal zu versuchen. Sonja Faad wird diese zusammen mit Rebecca Maier leiten.

Erste Schnupperstunde

Am Dienstag, 9. Oktober, soll nun die erste Schnupperstunde stattfinden. „Um darauf aufmerksam zu machen, haben wir an der Grundschule Flyer verteilt und auch schon einige positive Rückmeldungen erhalten“, berichtet Karl Faad. Mitmachen dürfen Jungen und Mädchen der zweiten bis vierten Klasse. „Aber wenn auch etwas jüngere oder ältere Interesse haben, sind wir da nicht so kleinlich“, verspricht Faad.

Spielerisch können die Kinder beim Jugendrotkreuz das richtige Verhalten im Notfall oder das Absetzen eines Notrufes lernen. „Dabei schauen wir, dass die Übungen zu den Lebenswelten der Kinder passen – also was kann auf dem Spielplatz, in der Schule oder auf der Straße passieren und was kann ich dann tun“, sagt der Rotkreuzler. Aber nicht nur das Üben sei Teil der Gruppe, auch das Gesellige werde nicht zu kurz kommen, verspricht Faad. So sind auch Ausflüge und ein Grillnachmittag denkbar.

Ausrücken keine Pflicht

Mehr Vorbereitungszeit als die Nachwuchsgruppe wird die geplante Gründung einer Helfer-vor-Ort-Gruppe für den Raum Obermarchtal benötigen. Die Gruppe funktioniere parallel zum Rettungsdienst, erklärt Karl Faad. „Weil der Rettungsdienst gerade hier im ländlichen Raum manchmal länger zum Eintreffen braucht, kümmern sich die Helfer-vor-Ort bis dahin um in Not Geratene“, fügt er hinzu. Funktionieren könne das System nur, wenn sich Freiwillige auch aus Emeringen und Rechtenstein für die Gruppe fänden, weiß Faad, der verdeutlicht, dass Engagierte nicht zum Ausrücken verpflichtet sind. „Wenn es nicht geht, geht es nicht – Beruf, Familie und die eigene Gesundheit gehen immer vor“, so Faad. Auch die örtlichen Feuerwehren könnten in die Gruppe eingebunden werden. Damit Interessierte einen Einblick in den Dienst erhalten, will Faad mehrere Informationsveranstaltungen auch in Emeringen, Rechtenstein und Reutlingendorf organisieren.

Und noch ein Projekt des DRK Obermarchtal steht kurz vor der Umsetzung. Die Gemeinde soll einen frei zugänglichen Defibrillator bekommen. In Kooperation mit der Raiffeisenbank und verschiedenen anderen Spendern wird das Gerät in Kürze in den Geschäftsräumen der Bank aufgehängt. „Dort ist es 24 Stunden zugänglich und überwacht“, so Faad.

Eine Schnupperstunde für das Jugendrotkreuz Obermarchtal findet am Dienstag, 9. Oktober, um 16.30 Uhr im DRK-Gebäude, Hauptstraße 11a, statt.

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