Internationaler Orgelseptember in Obermarchtal beginnt

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Schwäbische Zeitung

Zum achten Mal findet der internationale Orgelseptember in Obermarchtal nun statt. Dieses Jahr gibt es jedoch ein Novum, berichten die Veranstalter in einer Pressemitteilung: Es wird etwa 50 Minuten gespielt und 15 Minuten geredet. Dabei werden die Künstler und die Künstlerin in einem Zwiegespräch zu der Musik befragt, die sie spielen. Bereits am kommenden Sonntag, 13. September, macht Gregor Simon den Auftakt zu der Veranstaltung.

Außer dem „Hausorganisten“ Gregor Simon konnten für die insgesamt drei Konzerte zwei internationale Kapazitäten gewonnen werden: Ekaterina Kofanova, Titularorganistin an der Peterskirche Basel und Holger Gehring, Titularorganist an der Kreuzkirche in Dresden.

Dazu kommt jedes Jahr ein spezielles Motto – von dem auch die Stückauswahl beeinflusst ist. Dieses Jahr lautet es: „Orgelmusik – Brückenschlag zur Ewigkeit“.

Außerdem steht in Obermarchtal ein königliches Instrument zur Verfügung: Die in den Jahren 1777 bis 1780 von dem Schwaben Johann Nepomuk Holzhey erbaute Orgel wurde vor acht Jahren restauriert und kann mit ihrer so kraftvollen Klangsprache begeistern.

Zuhörer kommen laut der Veranstalter auch aus weiter Ferne wie aus den USA, Japan oder Russland, um neben den süddeutschen historischen Prachtorgeln wie in Weingarten, Ochsenhausen oder Neresheim auch die Holzhey-Orgel in Obermarchtal zu bewundern.

Am Sonntag, 13. September, um 17 Uhr eröffnet Münsterorganist Gregor Simon die Reihe mit romantischen Orgelwerken von Alexandre Guilmant und Franz Liszt sowie einer eigenen Orgelkomposition. In dem Gespräch zwischen Simon und Pfarrer Loi geht es um die Verbindung der gespielten Werke zu dem Motto „Orgelmusik – Brückenschlag zur Ewigkeit“.

Ekaterina Kofanova, eine junge russische Organsitin, spielt am 20. September um 17 Uhr auf der historischen Holzhey-Orgel im Obermarchtaler Münster Werke bedeutender Komponisten aus Barock und Romantik. Im Gespräch unterhalten sich Ekaterina Kofanova und Münsterorganist Gregor Simon über Eigenheiten der gespielten Orgelwerke und ihrer Beziehung zum Motto des diesjährigen Internationalen Orgelseptembers.

Der Organist der Kreuzkirche in Dresden wird die Zuhörer im Obermarchtaler Münster am 27. September um 17 Uhr erfreuen. Holger Gehring, Preisträger mehrerer internationaler Wettbewerbe für Orgelliteraturspiel, wird vorspielen und teilweise auch mit einigen Worten vorstellen: die bewegenden Orgelwerke von Johannes Brahms.

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