Heizungsfirma möchte sich vergrößern

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Manuel Hagel, Sabine Rößner, Dieter Löffler und Martin Krämer (v.l.) beim Fachgespräch über die Funktion und Verwendung eines Wä
Manuel Hagel, Sabine Rößner, Dieter Löffler und Martin Krämer (v.l.) beim Fachgespräch über die Funktion und Verwendung eines Wärmezählerpassstücks. (Foto: SZ- hog)
Friedrich Hog

Heizung Sanitär Solar heißt es seit August 2001 in Obermarchtal. Bürgermeister Martin Krämer und der Ehinger Landtagsabgeordnete Manuel Hagel besuchten am Montag den mittelständischen Betrieb von Dieter Löffler, und erfuhren, welche Perspektiven der Betrieb eröffnet, aber auch seitens der Gemeinde benötigt.

Der Meister auf den Gebieten Zentralheizung und Lüftung arbeitet in seinem mittelständischen Betrieb derzeit gemeinsam mit drei Gesellen. Seine Frau Sabine Rößner erledigt die Büroarbeiten. Drei Auszubildende haben seinen Betrieb im Laufe der Jahre mit erfolgreichen Abschlüssen verlassen, einer davon sein Stiefsohn, der inzwischen selbst Meister auf den Gebieten Heizung und Sanitär ist, und nach einem Jahr Auszeit in den Betrieb zurückkehren wird. Sein achtjähriger Sohn hat bereits Ambitionen angemeldet, seinerseits in den Betrieb einzusteigen. Dieter Löffler zitierte ihn mit den Worten „Papa, die Berufsschule brauche ich nicht, ich habe bei Dir schon alles gelernt“.

Schwierige Situation auf dem Arbeitsmarkt

Als Löffler 1995 die Meisterschule besuchte, musste er diese in Freiburg absolvieren, da dies seinerzeit die einzige Meisterschule mit alternativen Energien war. Auf dem Gebiet der Wärmepumpen mit Photovoltaik für Eigenstrom hat sich Löffler seither einen herausragenden Namen als zuverlässiger Unternehmer erworben.

Bereits im Dezember 2002 musste er den ersten Gesellen einstellen. „Ich würde sofort einen Stift einstellen, wenn ich einen bekäme, Arbeit wäre da“, erläuterte Löffler die aktuelle Situation auf dem Arbeitsmarkt. Auch sei seine Werkstatt inzwischen zu klein. Um konkret planen zu können, benötige er jedoch eine verbindliche Aussicht auf einen bezahlbaren Bauplatz in der Größenordnung bis 1500 Quadratmeter.

Bürgermeister Martin Krämer verwies auf das Obermarchtaler Gewerbegebiet, das derzeit von einem Planer parzelliert würde, und bereits im Eigentum der Gemeinde stünde. „Dort kommt auch unser Bauhof hin“, so der Schultes. „Aus meiner Sicht muss es möglich sein, mit einem Unternehmen wie meinem am Standort verbleiben zu können“, bekräftigte Löffler.

Davor sollte die Politik uns schützen.

Dieter Löffler

Manuel Hagel fragte Dieter Löffler nach Punkten, die ihn am meisten bedrückten. Löffler erinnerte sich an ein zurückliegendes Jahr, in dem drei seiner Kunden Insolvenz angemeldet hätten. „Diese kommen mit anderen Gesichtern immer wieder, und gehen dann erneut in die Insolvenz. Davor sollte die Politik uns schützen.“ Ferner wünschte sich Löffler einen Quantensprung bei der Technik zur Speicherung von Energie, und verwies auf die Raumstation ISS, bei der eine solche Technik bereits zum Einsatz komme.

Tätig ist sein Betrieb bis Ehingen, Laupheim, Biberach und Ulm, alleine das Kloster Untermarchtal binde für seine Kleinreparaturen annähernd eine Vollzeitkraft. Da er seit 2002 mit einem Bauträger zusammenarbeite, habe er auch große Neubauten einzurichten. „Dieses Bekenntnis zum ländlichen Raum finde ich toll, auch wegen der Möglichkeit, eine Ausbildung zu absolvieren“. Mit diesen Worten verabschiedete sich der Landtagsabgeordnete Manuel Hagel.

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