Feuerwehr übt Ernstfall an der Klosteranlage

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Karl-Heinz Burghart

Zu einer Objektübung in der Klosteranlage ist die Obermarchtaler Feuerwehr am Montagabend ausgerückt. Kommandant Martin Munding hatte einen Brandmeldealarm im Gebäudeteil des Studienkollegs als Übungsannahme vorgegeben, der sich vor Ort als Brand eines Holzlagerschuppens herausstellte, von dem Funken in Richtung „Spiegelssal-Gebäude“ flogen und das historische Gebäude bedrohte.

Unter dem Kommando von Einsatzleiter Jonas Widmann rückten die Wehren aus Obermarchtal und Reutlingendorf mit 35 Feuerwehrleuten. Die Obermarchtaler Wehr hatte ihr Hilfeleistungs-Löschfahrzeug HLF 10, das Löschfahrzeug LF 8 und den Mannschaftstransportwagen im Einsatz.

Die Feuerwehr-Abteilung aus Reutlingendorf rückte mit dem TSF-W und dem TSA-Anhänger an. Für den Übungs-Löschangriff und die zum Schutz des Spiegelsaals nötige Riegelstellung befahl Einsatzleiter Widmann zwei rund 250 Meter lange Schlauchleitungen zu Hydranten zu legen. Ein Ziel der Übung, so Kommandant Munding, sei auch zu überprüfen, ob die Wassermenge aus den umliegenden Hydranten für einen Löschangriff ausreiche. „Im Ernstfall würde zusätzlich die Steigleitung von der Donau herauf genutzt“, sagte Munding.

Hydranten nicht für Großbrand geeignet

Am Ende der Übung stellte der Kommandant fest, dass das Löschwasser aus den Hydranten für kleinere Brände ausreichen würde, bei Großbränden aber die Unterstützung anderer Wehren nötig wäre, um genügend Wasser aus der Donau zu pumpen. Zwei Mal pro Jahr wird die Obermarchtaler Gesamtwehr künftig zu Objektübungen in der Klosteranlage ausrücken.

„Außerdem werden wir in naher Zukunft sogenannte Wasserförder-Pläne für die Klosteranlage und andere Objekte in Obermarchtal erstellen, um im Einsatzfall sofort zu wissen, von wo genügend Löschwasser gefördert werden kann“, sagte Martin Munding am Montag.

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