Das ist das Konzept des Obermarchtaler Studienkollegs

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Schulleiterin Christine Götz erklärte beim Informationsabend für Eltern und Schüler des Konzept des Studienkolleg.
Schulleiterin Christine Götz erklärte beim Informationsabend für Eltern und Schüler des Konzept des Studienkolleg. (Foto: SZ- hob)
Friedrich Hog

Obermarchtal - Viele interessierte Schüler und Eltern aus Ehingen, Ulm, Munderkingen, Biberach und Riedlingen haben am Mittwoch den Infoabend am Studienkolleg Obermarchtal besucht. Schulleiterin Christine Götz stellte, gemeinsam mit einigen Lehrkräften und derzeitigen Schülern, Konzept und Aufnahmebedingungen vor. Anschließend fand eine Besichtigung der Räume statt, mit der Gelegenheit zu Einzelgesprächen.

Die Schule zeigte sich als weltoffenes, staatlich anerkanntes Aufbaugymnasium, an dem nach drei Jahren anhand des Marchtaler Plans das allgemeinbildende Abitur (Allgemeine Hochschulreife) erreicht werden kann.

In der Aula der Franz-von-Sales-Realschule, die ebenso wie das Studienkolleg innerhalb der Obermarchtaler Schlossmauern untergebracht ist, zeigte Christine Götz zunächst den geschichtlichen Abriss der Schule auf. Das Studienkolleg wurde im Jahr 2001 zusätzlich zur Franz-von-Sales-Realschule und der Akademie für Lehrerfortbildung im Schloss Obermarchtal eingerichtet. Schulträger ist die Stiftung katholischer Freier Schulen in der Diözese Rottenburg-Stuttgart.

Lehrer mit gleicher Ausbildung

Obwohl das Studienkolleg eine Private Schule ist, haben die Lehrkräfte die gleiche Ausbildung wie die Kollegen an allgemein bildenden Gymnasien, das Ziel ist die staatlich anerkannte Allgemeine Hochschulreife. Diese erreichen Schüler innerhalb von drei Jahren. Der Zugang ist für Bewerber möglich, die einen Realschulabschluss haben mit einem Notendurchschnitt von 3,0 in den Fächern Deutsch, Englisch und Mathematik, ohne dass ein mangelhaft dabei ist. Alternativ genügt ein Versetzungszeugnis aus einem staatlichen Gymnasium aus der Klasse 9 bei G8 oder der Klasse 10 bei G9. Auch ein vergleichbares Zeugnis aus einer Privatschule kann den Zugang ermöglichen.

30 Schüler werden pro Jahr aufgenommen, die in einer Eingangsklasse und zwei Oberstufenklassen innerhalb von drei Jahren das Abitur ablegen können. Die Schulleiterin stellte dar, dass der Unterricht an drei Tagen von 8 bis 15.45 Uhr stattfindet, ansonsten bis 12.05 Uhr, und dass die Busverbindungen in alle Richtungen darauf abgestimmt sind.

Nachdem sie auch den Stundenplan im Detail dargestellt hatte, ging sie auf die vom Land Baden-Württemberg neu geregelte Kursstufe ein. Insoweit wurde für die Wahlmöglichkeiten in der Oberstufe festgesetzt, dass aus den Fächern Deutsch, Mathematik und Englisch zwei als Leistungsfächer mit fünf Wochenstunden gewählt werden müssen, das dritte Fach wird dreistündig unterrichtet. Als drittes Leistungsfach sind Biologie oder Religion zu wählen. Als zweite Fremdsprache neben Englisch, die ab der Eingangsklasse neu erlernt werden kann, stehen Französisch oder Spanisch zur Auswahl.

Lehrer und Schüler beleuchteten aus ihrer Sicht einige Spezialthemen und das Leben an der Schule. Abschließend fand eine Besichtigung der Räume statt, bei der die Schulleiterin, die Lehrkräfte und die Schüler sich den Fragen der Interessenten stellten. Hierbei sind angeregte Gespräche entstanden. Die Agentur für Arbeit berät regelmäßig die Schüler im Rahmen von Seminaren, ehemalige Schüler kommen, um aus Studium und Beruf zu berichten. Das Schulgeld beträgt pro Familie monatlich 90 Euro, und wird im Bedarfsfall ganz oder teilweise erlassen.

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