Bachs Orgelmesse in Obermarchtal

 Seit zehn Jahren betreut Gregor Simon die Holzhey-Orgel im Münster Obermarchtal.
Seit zehn Jahren betreut Gregor Simon die Holzhey-Orgel im Münster Obermarchtal. (Foto: Friedrich Hog)
Schwäbische.de

Was ist zu verstehen unter einer Kompositionssammlung namens „Orgelmesse“? Das können die Besucher am Sonntag, 11. September, von 17 bis 18 Uhr im Münster Obermarchtal hören. Wie Münsterorganist Gregor Simon mitteilt, schrieb Johann Sebastian Bach einst eine Folge von Orgelstücken für die wesentlichen Teile einer Messfeier mit Titeln wie „Kyrie“, „Gloria“ (Allein Gott in der Höh sei Ehr), „Dies sind die heilgen zehn Gebot“, „Credo“ (Wir glauben all an einen Gott) und „Vater unser im Himmelreich“. Dazu komponierte er als Eröffnung ein gewaltiges „Präludium in Es-Dur“, welches vom Geheimnis der Dreifaltigkeit inspiriert ist: von der Herrlichkeit des Vaters, der Herabkunft des Sohnes und dem Wehen des Heiligen Geistes. So auch die die ganze „Orgelmesse“ abschließende Fuge. Es ist eine Tripelfuge und nach Angaben des Organisten etwas sehr Seltenes: Drei völlig unterschiedliche Themen (also aussagekräftige kurze Melodien) werden zunächst einzeln als Kurz-Fuge behandelt und am Ende im Schlussteil miteinander verflochten.

Münsterorganist Gregor Simon sitzt am Spieltisch der Holzhey-Orgel (erbaut 1777 bis 1780 und restauriert 2011 und 2012), die er seit zehn Jahren im Auftrag der Diözese Rottenburg-Stuttgart als Kustos im Münster Obermarchtal betreut.

Der Eintritt ist 8 Euro, für Studierende und Auszubildende 4 Euro. Schüler und Schülerinnen haben freien Eintritt. Die Kasse öffnet um 16.30 Uhr.

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