100. Heimatfest Peter und Paul eröffnet

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Friedrich Hog

Mit zwei gezielten Schlägen erledigte Bürgermeister Martin Krämer am Freitag zum Auftakt des 100. Heimatfests Peter und Paul im Festzelt den Fassanstich. Die zwölfköpfige Kapelle „Die Dorfheiligen“ aus dem Allgäu unterhielt die Gäste im vollbesetzten Zelt bis weit nach Mitternacht mit ganz unterschiedlichen Klängen, von Polka über Schlager bis hin zu Disco und Rock.

Die 100. Auflage des Heimatfests Peter und Paul in Obermarchtal kam von Anfang an bestens in die Gänge. Die Tische und Bänke im und vor dem Festzelt waren gut belegt. Im Beisein der Vorstände der Musikkapelle Fabian Tress und Matthias Striegel benötigte Bürgermeister Martin Krämer nur zwei Schläge, um das Bierfass anzustechen. Nachdem im Vorjahr sein erster Fassanstich recht spritzig verlief, hieß die Vorgabe: „Mindestens einen Schlag weniger als voriges Jahr“. Dass schließlich mit nur zwei Schlägen das Fass angestochen war, ist einem Intensivkurs bei Peter Baader von der Zwiefalter Klosterbrauerei zu verdanken. Kein Tropfen ging daneben. „Nervös war ich nicht“, sagte der Schultes im Anschluss, und ergänzte, „ich bin froh, dass es geklappt hat. Beim ersten Mal hatten wir nicht viel richtig gemacht“.

Musikalisch hat der Vorstand, der das Fest ausrichtenden Musikkapelle Obermarchtal mit der Verpflichtung der Dorfheiligen alles richtig gemacht. Mit einer Polkarunde eröffneten die geübten Musiker den Abend. Es folgten Oldies von CCR und ABBA, deutsche Schlager und schließlich immer rockigere Klänge. Das alles mit Blasinstrumenten, Keyboard und Schlagzeug. „Wir arrangieren die unterschiedlichsten musikalischen Genres um auf unsere Formation“, erklärten sie dem begeisterten Bürgermeister Martin Krämer in einer Pause. „Die Funktion der Gitarren übernehmen die Posaunen, der elektrische Bass wird vom Tubisten ersetzt.“ Der Bürgermeister sagte dann: „Euch zuzuhören macht echt Spaß, Ihr sollt die Bude einreißen.“

Viele junge Gäste waren in Trachten erschienen, und so stand tatsächlich bald schon so manche Dirndlträgerin auf den Bänken und Tischen. Da war das böhmische Medley ebenso hip wie das von Steve solo auf dem Flügelhorn gespielte „Gabriela’s Song“ oder „Proud Mary“ von Credence Clearwater Revival“. Hier war zunächst ein gemütlicher Mississippi Dampfer unterwegs, der sich in der zweiten Hälfte des Liedes in ein flinkes Motorboot verwandelte. Die überraschenden Arrangements der zwölf jungen Musiker sorgten dafür, dass nie Langeweile aufkam. „Wir haben unsere Wurzeln in der Musikkapelle“, verrät David, „haben uns aber längst eigenständig organisiert, und spielen als die Dorfheiligen rund 15 Abende pro Jahr“. Mit dem Wasen-Medley und ihren zunehmend rockigeren Klängen hielten die Dorfheiligen vornehmlich die jungen Gäste bis weit nach Mitternacht im Festzelt.

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