Oberdischingens Rektor sagt Ade

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 Reinhard Allgaier geht Ende des Schuljahres in Ruhestand.
Reinhard Allgaier geht Ende des Schuljahres in Ruhestand. (Foto: Archiv- tg)

„Das wird wahrscheinlich die kürzeste öffentliche Gemeinderatssitzung meiner Amtszeit werden“: Mit diesen Worten begrüßte der Oberdischinger Bürgermeister Friedrich Nägele die Gemeinderäte zur Sitzung am Dienstagabend – und er sollte Recht behalten. Die drei Tagesordnungspunkte waren in einer halben Stunde abgearbeitet.

Er stellte gleich zu Beginn das „swu2go“-Auto vor. Das Carsharing-Modell mit dem Elektroauto, das sich die Oberdischinger Bürger nach Anmeldung mieten können, soll auf dem Wochenmarkt am Freitag, 12. April, feierlich eingeführt werden. Die Stadtwerke Ulm werden selbst einen Pavillon für Informationen aufbauen und auch Probefahrten mit zwei bis drei E-Autos anbieten, teilte Nägele mit. Die Ladesäule soll bis dahin vor dem Rathaus installiert sein. In der Sitzung im November hat der Gemeinderat die Zusammenarbeit mit der SWU beschlossen. Die Gemeinde zahlt dafür einmalig 7500 Euro.

Wechsel in der Schule

Ein Wechsel steht in der Oberdischinger Josef-Karlmann-Brechenmacher-Schule an: Rektor Reinhard Allgaier wird zum Schuljahresende in den Ruhestand gehen. Er ist seit 1990 an der Schule, seit 2011 ist er dort Rektor. Noch in diesem Monat wird die neue Stelle ausgeschrieben.

Verstehen muss man diese Ausnahme im Bebauungsplan nicht.

Josef Rapp

Der nächste Tagesordnungspunkt umschloss einen Bauantrag sowie ein Kenntnisgabeverfahren. Das Baugesuch des Anbaus an das bestehende Wohnhaus und der Dachaufstockung im Parkweg wurde einstimmig beschlossen. Erlaubt sind hier nur zwei Vollgeschosse, die nachgereichten Unterlagen des Bauantragstellers bestätigten, dass das dritte Geschoss kein Vollgeschoss sein wird. Somit wurden alle Vorgaben des Bebauungsplanes eingehalten. Einzig bei der Auslegung des bestehenden und alten Bebauungsplans gab es Nachfragen. Es ist eine Festsetzung von einem halben Meter Kniestock im Bebauungsplan nur für zehn Grundstücke festgelegt, das behandelte Grundstück ist davon nicht betroffen. „Verstehen muss man diese Ausnahme im Bebauungsplan nicht“, teilte Josef Rapp seine Gedanken zu den alten Plänen mit. Dadurch sei eine dichte Bebauung möglich, aber eben nur, wenn der Bebauungsplan dies als Ausnahme deklariert hat. Thomas Oswald stimmte Rapp zu und stellte generell zur Innenentwicklung eine Frage in den Raum: „Wie soll man mit alten Bebauungsplänen zukünftig umgehen?“ Dieses Thema sei im Gemeindetag durchaus präsent, die Entwicklung aber noch ungewiss, antwortete Nägele.

Das Kenntnisgabeverfahren informierte über den neuen Bauantrag des Einfamilienhauses mit Einliegerwohnung und unterkellerter Garage „Auf der Schießmauer“. Die Garage soll nun an der gegenüberliegenden, östlichen Seite angebaut werden. Ebenfalls wurde die Anordnung der Innenräume entsprechend gedreht. „Es wurde nur gespiegelt, mehr war das auch nicht“, meinte Bürgermeister Nägele dazu. Auch dies nahm der Gemeinderat einstimmig zur Kenntnis.

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