In der Rentner-WG geht’s turbulent zu

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Als nach dem Überfall auf die örtliche Sparkasse ein Geldsack in der Renter-WG auftaucht, ist der Aufruhr groß.
Als nach dem Überfall auf die örtliche Sparkasse ein Geldsack in der Renter-WG auftaucht, ist der Aufruhr groß. (Foto: SZ- Marlena Schuster)
lena

Keine Kohle in der WG? Darum ging’s bei der Aufführung der Theatergruppe Donaustetten, die am Sonntag in der Mehrzweckhalle in Oberdischingen stattfand. Gastgeber bei dem vergnüglichen Nachmittag war wieder der örtliche Liederkranz.

In dem Theaterstück wohnten jedoch nicht etwa arme Studenten in der WG – sondern arme Rentner. Die vier befreundeten Senioren August Stein, Johann Witz, Lotte Bröckel und Käthe Hase – dargestellt von Albert Kügele, Josef Kaifel, Anita Garhofer und Monika Maier – hatten keine Lust, in ein Altenheim zu gehen und beschlossen, zusammen ein Haus zu kaufen um sich dort zu einer Rentner-WG zusammenzuschließen. Doch durch die geringe Rente ist bei den vier Senioren Geldmangel das alltägliche Problem. Mahnungen und Rechnungen landen ungeöffnet im Müll, und für den wöchentlichen Einkauf ist das Geld auch oft knapp. Als dann auch noch die örtliche Sparkasse ausgeraubt wird und ein großer Sack mit Geld unter dem WG-Sofa auftaucht, ist die Rentner-Wohngemeinschaft in Aufruhr.

Mit viel Witz, Schauspielkunst und ohne Mikrophone unterhielt die Theatergruppe aus Donaustetten die Zuschauer in der prall gefüllten Mehrzweckhalle in Oberdischingen bestens. Regie bei der Aufführung des von Beate Irmisch geschriebenen Dreiakters hatten Rupert Morath und Willi Hitzler.

Quasi ein Heimspiel hatte Albert Kügele, Darsteller des Rentners August Stein, denn er singt beim Liederkranz und wohnt in Oberdischingen. Über ihn kam auch der Kontakt zur Theatergruppe Donaustetten, die an die SSG Ulm 99 angegliedert ist, zustande. Bereits zum achten Mal spielten die Donaustettener in Oberdischingen – und zum achten Mal war auch der Liederkranz Oberdischingen der Veranstalter. Die Sänger und Sängerinnen versorgten die Theaterbesucher nicht nur fleißig mit Getränken, Kaffee, Kuchen sowie Wienerle. Auch den gesamten Auf- und Abbau stemmten die zahlreichen Helfer des Liederkranzes, der derzeit 32 aktive Mitglieder hat.

Der Liederkranz-Vorsitzende Erwin Berner ist froh über die Zusammenarbeit. „Für die Oberdischinger ist das alljährliche Theater ein super Weihnachtsgeschenk.“ In diesem Jahr verbuchte man mit rund 220 Zuschauern sogar einen Rekordbesuch. Sieben Euro kostete die Karte im Vorverkauf. „Das lohnt sich wirklich jedes Jahr“, sagte eine begeisterte Theaterbesucherin.

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