Studierende präsentieren Konzept-Ideen

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Das Team Wiley on wheels vor dem Fahrrad, das bei den Nachhaltigkeitstagen verlost wurde. Mit ihrem Reparatur-Café für Fahrräde
(Foto: Petra Vögele)

Nehmen Sie auch öfter mal das Fahrrad, lassen das Auto stehen oder suchen sich eine Mitfahrgelegenheit? Benutzen Sie ein Trinkgefäß, das Sie wiederverwenden können und nicht als Pfand zur nächsten Filiale eines Supermarkts bringen? Oder verzichten Sie hin und wieder auf das Ausdrucken von Emails? Sie antworten dreimal mit „Ja“ ? Dann haben Sie schon einiges für die Nachhaltigkeit getan. Zu diesem Thema haben Studierende der Hochschule Neu-Ulm jetzt ihre Konzeptideen präsentiert.

Am Dienstag und Mittwoch hat die Hochschule Neu-Ulm (HNU) im Foyer die Nachhaltigkeitstage (“Sustainability Days„) veranstaltet. Die HNU greift seit einigen Semestern regelmäßig das Thema Nachhaltigkeit in ihren Studiengängen auf. Vizepräsidentin Julia Kormann hatte ursprünglich die Idee zu den ersten „Sustainability Days“. Professor Dr. Markus Caspers hat diese nun im Studiengang Informationsmanagement und Unternehmenskommunikation umgesetzt. Im Kurs Kommunikationsprojekt haben sich Studierende des fünften Semesters rund um die Nachhaltigkeit Gedanken gemacht.

„16 Studierende, also etwa die Hälfte aller Projektgruppen, haben Ideen zur Mobilität entwickelt“, sagt Projektleiter Caspers. Darunter ein Fahrrad Reparatur Café und eine App zur Mitfahrgelegenheit. Aber auch zum Ressourcenverbrauch präsentierten die Studierenden ihre Konzepte. Könnten Prüfungen nicht auch digital geschrieben werden, um den Papierverbrauch einzudämmen? Das dachte sich die Gruppe um Katharina Heisele und Julian Kuduski, die ihr Konzept „Go digital, save paper“ vorstellten.

Laut Caspers wird eine Tonne Papier während der Prüfungsphase verbraucht, weil die Prüfungen auf Papier geschrieben werden. Auch die Idee, die Unterlagen der Vorlesungen als Buch zu drucken und in der Hochschulbibliothek zur Verfügung zu stellen, gehört zum Thema Ressourcenverbrauch. Über die beiden Veranstaltungstage sagt Markus Caspers: „Das Thema Nachhaltigkeit geht zum einen alle an, auf der anderen Seite muss jeder bei sich selber anfangen.“

Die Hochschule Neu-Ulm will durch die Nachhaltigkeitstage an diesem Thema dranbleiben. Für das eine oder andere Projekt stünden die Chancen zur Umsetzung ganz gut, so Caspers. „Beispielsweise hat das Team vom Fahrrad Repair-Café ein Zweiradhaus als Kooperationspartner gewonnen, das sich bereit erklärt hat, einmal pro Woche mit einer mobilen Werkstatt vorbeizukommen.“ Nach Voranmeldung würden dann Fahrräder repariert und gewartet.

Hocker als Unikate

Neben der Mobilität und dem Ressourcenverbrauch, hat sich eine Gruppe Studierender dem Thema Upcycling angenommen. Getreu dem Motto „aus alt mach neu“: Sie präsentierten Hocker, deren Sitzfläche aus alten oder kaputten Skateboards entstanden sind. Unikate, deren Verkaufserlös der Organisation „Plant for the planet„ zugute kommt. „Durch den Verkauf von einem Hocker pflanzt die Organisation drei Bäume“, sagt Tobias Saussele.

Ob es demnächst einen Wasserspender an der Hochschule geben wird, wird sich zeigen. Vielleicht ja bei den nächsten Nachhaltigkeitstagen, die im kommenden Wintersemester stattfinden sollen.

Die Hochschule Neu-Ulm bietet zum Thema Nachhaltigkeit eine Ringvorlesung in Kooperation mit der Universität Ulm und der Hochschule Ulm an. Mehr Informationen dazu unter:

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