Saniertes Nellinger Kleinod öffnet seine Türen

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Blick auf den Wasserhochbehälter Schwachstett.
Blick auf den Wasserhochbehälter Schwachstett. (Foto: pr)
Schwäbische Zeitung

Beim Dorffest des Nellinger Musikvereins an diesem Tag in der Ortsmitte erwartet die Gäste außerdem „ein reichhaltiges Angebot an Speisen und Getränken“.

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Der Wasserhochbehälter Schwachstett bei Nellingen wurde 1875 erbaut und diente der Albwasserversorgungsgruppe II mehr als 100 Jahre als unterirdischer Wasserspeicher für Nellingen und Aichen. Nun findet am Sonntag, 8. Juli, ein Tag der offenen Türe statt. Der Wasserhochbehälter – ein Industriedenkmal – direkt an der Markungsgrenze zwischen Nellingen und Merklingen wurde saniert und ist im Rahmen eines Tags der offenen Tür für die Öffentlichkeit zugänglich.

1980 hatte die Albwasserversorgungsgruppe II den Hochbehälter an die Gemeinde Nellingen verkauft. Bereits vor einigen Jahren regte die Interessensgemeinschaft für Geschichte und Brauchtum in Merklingen an, dieses Industriedenkmal nicht verfallen zu lassen. Der Nellinger Gemeinderat hat daraufhin beschlossen, die Materialkosten für die Sanierung zu übernehmen.

Halber Ort half mit

Unter der Regie des historisch interessierten und engagierten Nellinger Gemeinderates Werner Staudenmaier haben sich mehr als 20 Freiwillige zusammengefunden, die in vielen Arbeitsstunden das Gebäude grundlegend sanierten. Neben Werner Staudenmaier war hier Jochen Ströhle maßgeblich beteiligt. Die Baumaßnahmen wurden von den Nellinger Handwerkern Holzbau Windmüller und Elektrotechnik Marx durch Material und Arbeitseinsatz kräftig unterstützt, ebenso von Förster Timo Allgaier und den Mitarbeitern des Gemeindebauhofs, so die Nellinger Gemeindeverwaltung in einer Mitteilung. Die Firma Hella stellte Leuchten zur Verfügung. Die Gemeinde Nellingen „bedankt sich bei allen, die zur Sanierung dieses Kleinods beigetragen haben recht herzlich“.

Der Tag der offenen Tür beginnt am Sonntag, 8. Juli, um 10.30 Uhr mit einer offiziellen Begrüßung und Ansprache von Bürgermeister Franko Kopp. Anschließend erfolgen fachkundige Erläuterungen über die Funktion des Wasserhochbehälters früher und die Renovierungen von Werner Staudenmaier. Der Wasserhochbehälter kann bis 15 Uhr besichtigt werden. Ein Einstieg in die unterirdischen Wasserbehälter ist über eine fast senkrechte vier Meter lange Stahlleiter, auf eigene Gefahr, möglich. Die Zufahrt ist ab der Abzweigung der Landesstraße Nellingen – Merklingen (bei den Ställen in Autobahnnähe) ausgeschildert.

Beim Dorffest des Nellinger Musikvereins an diesem Tag in der Ortsmitte erwartet die Gäste außerdem „ein reichhaltiges Angebot an Speisen und Getränken“.

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