Nellinger verbuchen neuen Rekord

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Herbert Bühler (von links), Silke Allgöwer und Franko Kopp zeigen die druckfrischen Flyer in die Kamera.
Herbert Bühler (von links), Silke Allgöwer und Franko Kopp zeigen die druckfrischen Flyer in die Kamera. (Foto: Scholz)
Schwäbische Zeitung

51 Teilnehmer sind beim Tag des offenen Betriebes am 22. April in Nellingen dabei. So viele wie noch nie, freut sich Herbert Bühler. Der Vorsitzende der Wirtschaftsvereinigung dazu: „Das ist neuer Rekord“. Im Jahr 2003 wurde die Möglichkeit der Firmenpräsentation erstmals in der Kommune angeboten. Seither findet sie alle drei Jahre statt. Ein guter Zeitraum, wie Bühler findet. Das hätten auch Erhebungen nach den vorangegangenen Tagen des offenen Betriebes ergeben.

Gemeinde ist helfende Hand

Auch die Gemeinde selbst ist mit von der Partie. „Wir sind im Einklang und schätzen die große Unterstützung der Gemeinde Nellingen. Wir als Betriebe und Vereine könnten einen solchen Tag gar nicht stemmen“, sagt Bühler. Zum sechsten Mal findet der Tag des offenen Betriebes in Nellingen statt. In der Vergangenheit war die Festhalle im Ort der Anlaufpunkt, nun wird es die Sporthalle sein. Dort präsentieren sich die unterschiedlichsten Betriebe und Vereine wie Nusser Zerspantechnik, Aigner Kinderunterhaltung, Elektro Hirschle und Neuhäuser, der Schützenverein Nellingen oder auch die „Schwäbische Zeitung“. Außerdem öffnen die Betriebe im Ort ihre Pforten für Besucher und zeigen, was sie leisten. Um diese zu erreichen, ist ein Shuttlebus vorgesehen, der ständig unterwegs ist und verschiedene Haltestationen anfährt. So werde es auch möglich, Firmen aus Oppingen – wie die Schreinerei Hof – einzubinden. „Die Wege sind doch sonst ganz schön weit“, so Bühler. Auch die Wirtschaftsvereinigung wird sich darstellen – in der Sporthalle.

Konjunktur im Gespräch

„Manche haben sich bei der Vorbereitung gefragt, ob sie überhaupt noch mitmachen sollen. Die Konjunktur läuft doch“, erklärt Herbert Bühler. Ziel des Tags des offenen Betriebes sei aber vor allem, mit „den Leuten im Gespräch zu bleiben und zu zeigen, was wir alles machen“, so der Vorsitzende. In der Gemeinde habe sich in den vergangenen drei Jahren einiges verändert. „Wir wollten klar machen, dass wir weiter am Ball bleiben“, appelliert Bühler. Dem stimmt auch der Nellinger Bürgermeister Franko Kopp (CDU) zu: „Wir wollen die Vielfältigkeit einer solchen kleinen Gemeinde aufzeigen.“

Bürger können sich einbringen

Für das Gemeindeoberhaupt habe deswegen auch außer Frage gestanden, am Tag des offenen Betriebes teilzunehmen. Die Kommune plant, erneut einen Antrag auf Aufnahme in das Landessanierungsprogramms zu stellen. Dazu wird es Informationen geben. In der Nellinger Festhalle ist eine so genannte Bürgerbeteiligung zur städtebaulichen Entwicklung von Nellingen geplant. Zwei Mitarbeiter der LBBW Immobilien Kommunalentwicklung aus Stuttgart werden vor Ort sein. Luftbilder werden gezeigt, Konzepte vorgestellt. Wo liegen die Stärken und die Schwächen der Kommune? Die Bürger können vor Ort Anregungen geben und Ideen aufzeigen. Die wiederum könnten in die Bestandserhebung einfließen – eine Voraussetzung für den Antrag.

In Sachen Planungen wird sich auch die Arbeiterwohlfahrt (AWO) vorstellen. Diese übernimmt die Trägerschaft für das geplante Seniorenzentrum an der Römerstraße. Neben der baulichen Umsetzung werden auch Informationen zum Betrieb, zur zeitlichen Umsetzung und zur geplanten Belegung präsentiert.

Neue Infobroschüre in Grün

500 Arbeitsplätze, 70 Betriebe und 800 000 Euro Gewerbesteuer: „Wir haben gesunde Strukturen bei uns und sind stolz, dass eine Kontinuität da ist“, sagt der Nellinger Bürgermeister. Die positive Entwicklung und das Angebot der Kommune soll auch in einer Infobroschüre dargestellt werden. Parallel zum Tag des offenen Betriebes erscheint diese ebenfalls alle drei Jahre. In Nellingen wird das Gesamtwerk eine Woche vor dem Tag des offenen Betriebes verteilt. Weitere Exemplare stehen dann beim Event zur Verfügung. „Es ist eine interessante Broschüre, gerade auch für Neubürger. Sie erhalten alle wichtigen Informationen rund um Anlaufstellen, Öffnungszeiten und Ansprechpartner im Ort“, lobt Kopp. Die Gemeinde unterstütze die Finanzierung des Werks mit einer Auflagenstärke von 1400 Stück.

Gemeinsam für den Standort

„Insgesamt tun wir also gemeinsam etwas für den Standort Nellingen“, zieht das Gemeindeoberhaupt ein Fazit. Er schaut auch auf die Nachbarkommune. Mit Merklingen sei man immer im Gespräch – letztlich auch mit Blick auf zeitliche Absprachen, so dass keine Veranstaltungen parallel laufen. „Außerdem funktioniert das Miteinander zwischen Wirtschaftsvereinigung und dem Merklinger Gewerbeverein hervorragend“, fügt Bühler hinzu. Das habe sich jüngst auch beim gemeinsamen Neujahrsempfang der beiden Gemeinden gezeigt.

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