Jugendliche schauen sich ihre Heimat von oben an

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Ferienprogramm auf dem Segelfluggelände Oppingen-Au.
Ferienprogramm auf dem Segelfluggelände Oppingen-Au. (Foto: Scholz)

Weitere Bilder vom Ferienprogramm auf dem Segelfluggelände Oppingen-Au gibt es im Internet unter

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Unterschiedliche Anweisungen sind auf dem Segelfluggelände Oppingen-Au zu hören. „Rechts“, „links“ und „Bremsklappe“: Vor dem Start wird das Segelflugzeug noch einmal gründlich gecheckt. Dann wird die Winde angebracht. Die winkende Hand geht nach unten. Das Flugzeug startet und beschleunigt schnell. Kurze Zeit später ist es am Himmel nur noch ganz klein zu sehen.

Teilnehmer sind gespannt

Die Teilnehmer aus Nellingen, Kuchen und Bad Überkingen am Ferienprogramm der Fliegergruppe Gingen/Fils staunen nicht schlecht. „Ich bin noch nie mit einem Segelflugzeug geflogen. Deswegen bin ich dabei. Ich freue mich“, sagt ein Nellinger. Angst habe er keine. Das sei auch gar nicht nötig, verdeutlicht Daniel Häfele. Der 19-Jährige ist für die Jugendarbeit bei der Fliegergruppe verantwortlich. Wie funktioniert das Flugzeug? Gibt es wirklich keinen Motor? Wie steht es um die Winde und wann öffnet sich der Fallschirm? Die Jugendlichen hatten eine Menge Fragen, die Häfele gerne beantwortet. Schließlich gehe es nicht nur um eine Menge Spaß, sondern auch um die nötige Sicherheit.

Flugzeuge schieben

So tasten sich die Teilnehmer nach und nach heran. Zunächst werden die Segelflieger aus der Halle geschoben und an ihrem Platz auf der Startbahn positioniert. Dann erklärt Häfele, wie eine Kabine aufgebaut ist. Da geht es um die Ruderkontrolle, den Fahrtenmesser oder auch um den Kompass. „In der Regel wird um die 100 Stundenkilometer geflogen“, erzählt der 19-Jährige und fügt an: „Die Höchstgeschwindigkeit bei diesem Flugzeug liegt aber bei 280 Stundenkilometern.“ Von null auf 100 gehe es in drei Sekunden.

Der Flugplatz liege 680 Meter über dem Meeresspiegel. „Wir suchen uns die Luft, um aufzusteigen“, so Häfele. Das Flugzeug habe dann auch eine Art Navi. „Darin sind zwar keine Städte aber eben Flugplätze aufgenommen“, sagt der 19-Jährige und zeigt im Anschluss, wie die Reißleine des Fallschirms zu ziehen ist, falls doch ein Absprung nötig wird. Dann geht es für die Teilnehmer selbst in die Luft.

Faszination Flugsport

Daniel Häfele ist fasziniert vom Flugsport. „Wir machen immer zum Ende der Sommerferien ein solches Angebot für Jugendliche ab zwölf Jahren. Wir wollen zeigen, was wir überhaupt machen und informieren. Für viele ist Luftfahrt ja noch etwas ganz Besonderes, das man aber eigentlich mit Leichtigkeit erlernen kann“, sagt er. Ab dem 14. Lebensjahr könne als Flugschüler begonnen werden. Die Ausbildung dauere zwei Jahre. Mit 16 Jahren sei es also möglich, den Prüfungsflug zu absolvieren und seine Lizenz zu erhalten.

Streckenflug, Aufgaben abfliegen oder auch der Kunstflug: Häfeles Hobby sei vielfältig. „Eigentlich bin ich hier auf dem Flugplatz aufgewachsen. Mein Vater ist früher geflogen. Ich bin schon mit einer Sondergenehmigung mit 13 Jahren geflogen. Ich bin in das Hobby reingeboren“, erzählt der 19-Jährige. Mit dem Segelflugzeug in die Luft zu steigen, möchte er nicht mehr missen. Was ihn reize? „Die Welt von oben zu sehen, selbst weiterzukommen und zu lernen. Das Gefühl ist jedes Mal erneut einfach nur schön“, schwärmt Daniel Häfele.

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