Hilfe für Waldbesitzer nach Käferbefall oder Trockenheit

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 Im Wald sind Forstarbeiten im Gange.
Im Wald sind Forstarbeiten im Gange. (Foto: Schneider)
Schwäbische Zeitung

Das Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz Baden-Württemberg hat Ende vergangener Woche die „Aufarbeitungshilfe 2019“ für Waldbesitzer freigeschaltet. Hintergrund sind hohe Schadholzmengen, die durch Borkenkäferbefall oder Trockenheit entstanden sind. Das schreibt der Fachdienst Forst und Naturschutz des Landratsamts Alb-Donau-Kreis.

Privatwaldbesitzer mit einer Waldfläche bis 200 Hektar können rückwirkend für so genannte zufällige, also nicht geplante Nutzungen aller Baumarten, außer Eiche und Esche, im Jahr 2019 einen Zuschuss in Höhe von drei Euro je Festmeter (ohne Rinde) als Förderung erhalten.

Für die Auszahlung der Förderung gelten folgende Bagatellgrenzen:

• 250 Euro für Privatwaldbesitzer

• 1000 Euro für Forstwirtschaftliche Zusammenschlüsse (beipsielsweise Forstbetriebsgemeinschaften, Gemeinschaftswälder).

Das bedeutet, die Förderung wird nur ausbezahlt, wenn mindestens 84 beziehungsweise 334 Festmeter Schadholz (ohne Rinde) angefallen sind. Die angefallenen Schadholzmengen müssen über Holzlisten und vergleichbare Belege (wie zum Beispiel Werkseingangsprotokolle) nachgewiesen und von der unteren Forstbehörde bestätigt werden. Um eine Auszahlung noch im laufenden Jahr zu gewährleisten, müssen die Antragsunterlagen bis Freitag, 6. Dezember, über den zuständigen Revierleiter bei der unteren Forstbehörden eingereicht werden. Privatwaldbesitzer, die Mitglied in einer Forstbetriebsgemeinschaft sind, können Sammelanträge über ihre Forstbetriebsgemeinschaft stellen.

Förderempfänger müssen eine sogenannte De-minimis-Erklärung abgeben.

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