Feuerwehreinsatz in Nellingen: Starke Rauchentwicklung aus Wohnhaus

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Digital-Redakteur Alb-Donau-Kreis/Ulm

Der Alarm geht am Mittwochmorgen um 9.05 Uhr ein. Ein Brand in der Zwischendecke eines Einfamilienhauses an der Türkheimer Straße in Nellingen wird gemeldet. Die Nellinger und Oppinger Wehr rückt aus.

Beim Eintreffen steigt Rauch aus dem Dachstuhl auf. Aufgrund des massiven Rauchs habe die Nellinger Wehr mit Einsatzleiter Marcus Windmüller reagiert und auf die Stufe B3, also Gebäudebrand, erhöht. Die Feuerwehr Laichingen sowie die Unterstützungsgruppe – zu der auch die Heroldstatter Wehr gehört – werden nachalarmiert.

Durch das Fenster eindringen

Insgesamt 40 Einsatzkräfte sind vor Ort. Hinzu kommen noch das Deutsche Rote Kreuz (DRK) aus Laichingen und der Arbeiter-Samariter-Bund (ASB) aus Merklingen sowie die Polizei.

Das Einfamilienhaus ist verschlossen. Die Einsatzkräfte dringen zunächst durch ein Fenster in das Gebäude ein, um dann die Tür zu öffnen. Zum Zeitpunkt des Einsatzes befinden sich keine Personen im Haus. Niemand wird verletzt.

Vier Feuerwehrmänner stehen vor einem Feuerwehrauto
Rauch aus einem Haus in Nellingen wurde gemeldet. Die Feuerwehr ist im Einsatz. (Foto: Scholz)

Die Atemschutzgeräteträger öffnen die Decke, um „die Brandherde zu lokalisieren und zu löschen“, erklärt Marcus Windmüller. Die Geschosse werden abgesucht. Flammenschein sei in der Decke zu erkennen gewesen. Nach und nach machen sich die Atemschutzgeräteträger bereit. Währenddessen wird auch die Drehleiter der Feuerwehr Laichingen in Stellung gebracht.

Die Feuerwehr ist im Einsatz
Rauch aus einem Haus in Nellingen wurde gemeldet. Die Feuerwehr ist im Einsatz. (Foto: Scholz)

Marcus Windmüller koordiniert den Einsatz, fungiert als Ansprechpartner und hat den Überblick. Während die Laichinger Feuerwehr gegen 11 Uhr abrücken kann, bleiben die Nellinger und Oppinger Kräfte am Einsatzort zurück. „Wir machen die Decke auf und suchen noch nach Glutnestern“, erklärt Windmüller. Diese könnten den Brand erneut entfachen. Auch die Wände werden kontrolliert. Währenddessen wird abgelüftet. Zudem werden die Fenster im Haus geöffnet.

Strom wird abgestellt

Ein Vertreter des Albwerks wird zusätzlich informiert, um nach Nellingen zum Einsatzort zu kommen. „Das ist zu unserer Sicherheit“, zeigt der Nellinger Einsatzleiter auf und erklärt: „Damit das ganze Gebäude dann stromlos ist.“ Fest steht für Windmüller im Nachhinein auch: „Wir sind zum richtigen Zeitpunkt vor Ort gewesen.“ Einige Minuten später, so der Einsatzleiter, dann hätten die Feuerwehren die Lage vielleicht nicht so schnell unter Kontrolle bringen können.

Während am Morgen die Brandursache noch unklar war, vermutet die Polizei am Nachmittag einen technischen Defekt. Von einer Straftat ist laut dem Polizeipräsidium Ulm deswegen nicht auszugehen. Den Schaden schätzt die Feuerwehr laut Polizei auf zwischen 100.000 und 150.000 Euro.

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