Feuerwehr rettet mehrere Vermisste aus Hotel

Lesedauer: 8 Min

 Bereits beim Anrücken war Rauch zu erkennen.
Bereits beim Anrücken war Rauch zu erkennen. (Foto: Meier)
Schwäbische Zeitung

Alarmierung in Nellingen: „B3 Wohnhausbrand, Personen in Gefahr, Türkheimer Straße, Hotel Wilder Mann“, heißt es in der Einsatzmeldung. Das Szenario ist inszeniert – für die Hauptübung der Freiwilligen Feuerwehr Nellingen mit den beiden Abteilungen Nellingen und Oppingen. Unterstützung gab es seitens der Laichinger Einsatzkräfte, die mit Drehleiter, Löschfahrzeug und Einsatzleitwagen anrückten.

Zahlreiche Zuschauer verfolgten die Übung. Das Szenario: Eine Mitarbeiterin des Hotels kam aus dem simuliert brennenden Gebäude gerannt und meldete den fingierten Brand der Leitstelle. Diese alarmierte die Feuerwehr.

Schon bei der Anfahrt mit dem ersten Löschfahrzeug der Nellinger Wehr konnte starker Rauch wahrgenommen werden. Sofort wurde mit der Menschenrettung und der Brandbekämpfung begonnen. Auch die Jugendfeuerwehr der Gemeinde wurde dafür herangezogen – Sie wurden als Statisten verpflichtet und spielten vermisste Personen.

Schon nach kurzer Zeit konnten die ersten Personen über Steckleitern aus dem stark verrauchten Haus gerettet werden. Mehrere Trupps unter Atemschutz befanden sich im Gebäude und suchten nach den Vermissten. Immer mehr Bewohner des Hotels wurden gefunden und gerettet. Da nicht alle Menschen über das Treppenhaus gerettet werden konnte, musste die Drehleiter eingesetzt werden.

Brandausbreitung verhindern

Zwischenzeitlich hatte auch der benachbarte Schuppen Feuer gefangen. Eine Brandbekämpfung von mehreren Seiten war die Folge. Um eine weitere Brandausbreitung zu verhindern und die benachbarten Gebäude zu schützen, wurde eine so genannte Riegelstellung aufgebaut. Alle Einsatzkräfte hatten alle Hände voll zu tun.

Um nicht nur den Umgang mit Material und das Vorgehen im Einsatz zu üben, stand die Kommunikation und Taktik der Führungskräfte auf der Liste ganz weit oben. So wurde eine Führungsgruppe aufgebaut. Die Führungsgruppe diente zur Entlastung des Einsatzleiters. Der Einsatzleitwagen war die Zentrale an der Einsatzstelle. Von dort aus wurde der Einsatz geplant und geführt.

Für alle anwesenden Zuschauer kommentierte Werner Staudenmaier den Ablauf des Einsatzes. Er erklärte die einzelnen Funktionen und Aufgaben der Trupps. Staudenmaier, selbst ein langjähriges Mitglied der Feuerwehr, konnte die Menge laut Mitteilung durch fundiertes Hintergrundwissen bereichern, so dass auch alle Anwesenden einen tiefen Einblick in ihre Gemeindefeuerwehr bekommen konnten.

Positives Fazit nach der Übung

Nachdem alle Personen gefunden und der Brand bekämpft wurde, folgte die „Manöverkritik“ durch den Feuerwehrkommandanten Andreas Lehner. Lehner äußerte sich in seiner Ansprache laut Mitteilung sehr positiv über den Ablauf der Übung. Außerdem lobte er die Zusammenarbeit beider Wehren. Er vertraue auch im „richtigen Einsatz“ auf eine gute Zusammenarbeit der Gemeindewehren Nellingen sowie jener Wehr aus Laichingen.

Die Einsatzkräfte beider Feuerwehren dankten dem Vorbereitungsteam um Marcus Windmüller und Alexander Ströhle aus der Abteilung Nellingen sowie Sebastian Höffler aus der Abteilung Oppingen für die Planung und die Vorbereitungen der Hauptübung. Ein Dankeschön gehe auch an die Betreiber des Hotels, die ihre Räumlichkeiten für das Übungsszenario zur Verfügung stellten.

Die Feuerwehr Nellingen hat sich auf verschiedene Notsituationen vorbereitet mit unterschiedlichen Übungszenarien.
Ihr Kommentar wird nach einer kurzen Prüfung durch unsere Redaktion veröffentlicht.
Kommentare werden geladen
Mehr Themen