Zuhörer informieren sich über Öko-Strom

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Helmut Gaus (links) und Referent Gunter Lindemann.
Helmut Gaus (links) und Referent Gunter Lindemann. (Foto: Hog)
Friedrich Hog

Auf Einladung der Firma Regionah sind am Sonntag viele Besucher in die Räume in der Brunnenbergstraße 27 gekommen, um sich über regenerativ erzeugten Strom und dessen Bezug zu informieren. Verschiedene Referate zeigten auf, was beim Einbau von Heizungen zu beachten ist. Im Eingangsbereich waren Partnerfirmen mit informativen Ständen vertreten.

Das Motto der Geschäftsführer Helmut Gaus und Alexander Honis lautet: „Wir setzen die Energiewende in der Nachbarschaft um“. Dazu liefern heimische Erzeugungsanlagen in Bürgerhand Ökostrom, den die Firma Regionah bündelt und an den Endverbraucher weiterverkauft. 2015 wurde Regionah gegründet, seit 2016 ist die Firma auf dem Markt vertreten. Die Besucher machten reichlich Gebrauch von der Möglichkeit sich über den Bezug von Ökostrom beraten zu lassen.

Energieverbrauch reduzieren

„Wir müssen den Energieverbrauch reduzieren, den Rest über regenerative Energien abdecken“ sagt Helmut Gaus und ergänzt: „Dazu bietet Regionah ein gesamtheitliches Konzept. In unseren Regionah Plus Projekten fördern wir zudem regionales Engagement wie den Verein Streuobst Pädagogen oder den Verein Blaues Wunder in Blaubeuren. Unsere Kunden bezahlen, wenn sie das unterstützen wollen, freiwillig einen halben Cent pro Kilowattstunde mehr, wir legen einen weiteren halben Cent oben drauf und lassen das Geld den Projekten zukommen.“

Auch ist sich Gaus sicher „die Energiewende geht weiter. Sie findet dezentral statt. Die Lieferanten unseres Ökostroms haben Planungssicherheit auch über 20 Jahre hinaus“.

Ein Berg von Themen

Alexander Honis formuliert: „Klimaschutz ist ein Berg von Themen. Wir ergründen, was Sinn macht und geben insoweit Impulse. So finden unsere Kunden zu neuen Energiekonzepten.“ Weiter formulierte er: „Dazu gehört die Zusammenarbeit mit Partnerfirmen wie Erdgas Südwest, Blumen Dodel in Laupheim oder der Dorfbäckerei Tiefenbach in St. Johann-Würtingen, deren Kuchen und Energieriegel heute getestet werden können. Sie liefern Strom und stellen Backwaren aus Zutaten aus der Region her“.

Verschiedene Referenten sprachen zu Themen wie solare Energien nutzen, Effizienz steigern, Komplettlösungen für Strom und Wärme, Strom speichern, Solarstrom vom eigenen Dach. Neben der richtigen Einstellung jeder Anlage ist wichtig, die im Einzelfall passende Kombination zu finden.

Marc-Philipp Knorr von der Firma Senec, einer selbständigen Tochterfirma der EnBW, erläuterte die Speicherung des mit einer Photovoltaikanlage gewonnenen Stroms in hauseigenen Salzwasserbatterien. Auch stellte er dar, wie solche Anlagen mit einer ergänzenden Wärmepumpe kommunizieren, und dass der Wohnkomfort im Vordergrund steht. Hierzu wird im Bedarfsfall auch Strom aus dem Netz angefordert. Helmut Gaus war mit der Resonanz des zweiten Regiotags sehr zufrieden.

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