Tipps für Lehrer zum Umgang mit „belasteten Kindern“

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In den Vorbereitungsklassen des Munderkinger Schulverbundes sitzen Kinder, die Belastendes erlebt haben.
In den Vorbereitungsklassen des Munderkinger Schulverbundes sitzen Kinder, die Belastendes erlebt haben. (Foto: Schule)
Schwäbische Zeitung

„Flüchtlinge in der Schule – Umgang mit belasteten Kindern“ hat das Thema einer Fortbildung im Munderkinger Schulverbund gelautet. Diplom-Psychologin Isabelle Schurr von der Schulpsychologischen Beratungsstelle Ulm war auf der Einladung von Konrektor Markus Walser und Nadja Mayer, Beratungslehrerin, nach Munderkingen gekommen.

Am Munderkinger Schulzentrum gibt es derzeit zwei Vorbereitungsklassen mit Kindern und Jugendlichen mit Migrationshintergrund. Bedeutung von Sprache, Identität und Zugehörigkeit der Schüler sowie Belastungen durch Flucht aus ihren Heimatländern beschäftigen die beiden Pädagogen und ihr Kollegium schon seit Beginn des Schuljahres.

Isabelle Schurr erklärte, wie wichtig stabilisierende Elemente und der Aufbau von Beziehungen in der Schule seien. Lehrer als feste Bezugsperson spielten dabei eine extrem wichtige Rolle. Traumatische Ereignisse auf der Flucht, damit verbundene Belastungsreaktionen und mögliche Verhaltensweisen der Kinder und Jugendlichen aus Krisengebieten stellte die Expertin anschaulich und einfühlsam vor. Sie nannte Ansprechpartner, professionelle Hilfsangebote für Kinder und ihre Familien und gab Anregungen für eine mögliche Umsetzung in der Schule. Der Umgang mit belasteten Kindern und Jugendlichen stelle auch Pädagogen vor große Herausforderungen. Deshalb sei die Selbstfürsorge der Lehrer von großer Bedeutung.

Diese Fortbildung fand für das Kollegium der Grundschule statt. Eine Weiterbildung der Lehrkräfte im Sekundarbereich ist angedacht.

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