So präsentiert sich die Feuerwehr beim Tag der offenen Tür

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Karl-Heinz Burghart

Wie in jedem Jahr hat der Tag der offenen Tür der Freiwilligen Feuerwehr am Sonntag wieder viele Besucher zum Gerätehaus in Munderkingen gelockt. Und wie immer wurde den Gästen ein informatives und unterhaltsames Programm geboten.

Traditionell standen Putenschnitzel mit Spargel und Schweinebraten mit Spätzle auf der Speisekarte und am Nachmittag wurden Kaffee und Kuchen angeboten. Der Feuerwehr-Nachwuchs der „Feuerlöwen“ hatte vor dem Gerätehaus ihren Info-Stand aufgebaut und die Jugendfeuerwehr kümmerte sich um das Unterhaltungsprogramm für die jüngsten Besucher. Da konnten ein paar Runden auf dem Karussell gedreht, das Spielangebot des „Feuerroten Spielmobils“ genutzt oder Zielspritzen mit der Kübelspritze ausprobiert werden. Während sich die Jungen lieber auf der Hüpfburg austobten, ließen sich Mädchen gerne schminken.

Lob für Nachwuchs

Mit schmissigen Märschen eröffnete der Musikzug der Feuerwehr das Nachmittagsprogramm, zu dem die Jugendfeuerwehr einen „klassischen Löschangriff“ vorführte. Als der A-Saugschlauch verlegt, ein B-Schlauch angeschlossen und auf drei C-Schläuche verteilt war, kam nach wenigen Minuten das Kommando „Wasser marsch“. „Das war eine gute, realistische Zeit“, lobte Kommandant Joachim Enderle den Nachwuchs, „das hätten die Aktiven auch nicht schneller hingekriegt“. Neben dem Löschangriff, so der Kommandant, wolle die Munderkinger Wehr in einer „Feuerwehr-Modenschau“ zeigen, was zu verschiedenen Anlässen getragen werde.

Verschiedene Uniformen

Los ging es mit der „1A-Uniform für Damen und Herren“ und der „Tages-Dienstkleidung“, dann zeigten die Jugendlichen, was sie als Jugendfeuerwehr-Leute „in Dienst und bei Einsätzen“ tragen, bevor die Einsatz-Uniform der Aktiven und die 32 Kilogramm schwere Ausrüstung der Atemschutztrupps auf dem Laufsteg gezeigt wurden. Später zeigten zwei Feuerwehrleute unter Atemschutz eine „heiße Türöffnung“. Joachim Enderle erklärte: „Bei einem Zimmerbrand wird die Tür mehrfach vorsichtig geöffnet, um mit dem Sprühstrahl zu verhindert, dass die Flammen nach außen schlagen“. Einer der 17 Wasserretter zeigte sich im Neopren-Anzug mit Schwimmweste und Flossen.

Mann unter Chemieschutz

„Und bei Gefahrgut-Einsätzen kommt unser Chemie-Schutzanzug zum Einsatz“. Um zu zeigen, wie schwierig es ist „im blauen Schutzanzug, mit beschränkter Sicht und dicken Gummihandschuhen“ zu arbeiten, wurde dem Kommandanten vom „Mann unter Chemieschutz“ eine Apfelschorle eingeschenkt, bevor er sich unter die Besucher mischte. Enderles Aufforderung den „blauen Feuerwehrmann mal anzufassen“, ließen sich vor allem Kinder nicht zwei Mal sagen. „Heißer Höhepunkt“ der Modenschau war die Demonstration des Hitzeschutz-Anzugs, in dem ein Feuerwehrmann durch das eigens angezündete Feuer ging. „Der Anzug hält einer Hitze bis 1600 Grad stand“, erklärte der Munderkinger Kommandant Joachim Enderle.

Nach dem Nachmittagsprogramm hatten vor allem die technisch interessierten Besucher die Möglichkeit die „Flotte der Munderkinger Feuerwehr“ zu sehen. Vor dem Gerätehaus waren die Drehleiter, das Hilfeleistungs-Löschfahrzug HLF 20, das Löschfahrzeug LF 20/16 und der Rüstwagen RW2 aufgefahren. „Außerdem haben wir noch einen Mannschaftstransportwagen und einen Kommando-Fahrzeug“, erfuhren die Gäste von den Feuerwehrleuten.

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