So lief die 32. Aktionärsversammlung in Munderkingen ab

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Mit einem Paukenschlag endete die Versammlung der Munderkinger „Glompiger Freitig AG“. Nach mehr als drei Jahrzehnten legte „dr Huber Sepp“ sein Amt als Aufsichtsratsvorsitzender der närrischen AG nieder, verabschiedete sich gleich selbst und überreichte sich selber einen Orden. Weil sich das Wiener Caféhaus zur Aktionärsversammlung wie im Vorjahr in ein Studio von „Regio Fasnets-TV“ verwandelt hatte, bedauerten Merkel und Putin den Weggang vom „Huber Sepp“ in ihren Video-Botschaften genauso wie der Papst.

Angesichts von AKK und Klinsmann sei Huber mit seinem Rücktritt in guter Gesellschaft, betonte Munderkingens abgesetzter Bürgermeister Michael Lohner. Seine Posten wolle er aufgeben, weil er künftig als „Ehe- und Lebensberater Schwulibert Geilhuber“ in Munderkingen aktiv sein wolle, erklärte Huber und gab der närrischen Versammlung sofort ein paar Kostproben seines Könnens. So habe jedes Ehepaar immer etwas Gemeinsames. „Und wenn es nur der gleiche Hochzeitstag ist“, sagte der künftige Therapeut.

Lange vor der Aktionärsversammlung hatte die „Glompiger-Freitig AG“ mit ihrem Regio-Fasnets-TV-Sender nach Bewerbern für das neue Wuselinger Format „Munderkingen sucht den Fasnets-Star“ gesucht. Und die meldeten sich offenbar scharenweise. So konnte Vorstandssprecher Tom Schaible zunächst Gabi „s‘Mariele“ Eisele begrüßen, die sich als „Pfarrhausere in Schtuagert a bissle verändera“ will. VSAN-Präsident Roland Wehrle bewarb sich per Video genauso wie Regierunsgpräsident Klaus Tappeser und Fasnets-Professor Werner Mezger, die allerdings keine Chance hatten ein Munderkinger Star zu werden. Größere Chancen wurden den fünf „Tastenquälern“ und Herrn Axel von Schlank eingeräumt. Währen die einen das „Lied vom Kuckuck“ fast fehlerfrei spielten, erzählte der andere von Hanuta-Bildchen auf dem Motoradhelm und fehlenden Buchstaben in seiner Suppe. Närrische Grüße aus Bad Pyrmont übermittelte zwischendurch dr „Heppa, das Funkenmariechen Frieder“ und Schultes Lohner verkündete, dass er nach vielen Jahren als Rathauschef nun endlich TV-Karriere machen wolle.

Professor Flo Stöhr und Doktor Ulle Spranz bewarben sich um die Moderation von „History-TV“ und erklärten wie viel Wursträdle in einen Ratskeller-Wurstsalat gehören, warum das „Schwanen-Bier“ früher so dünn war und ob es einst in der Laute eine Weinkarte gab.

Eine Ratgeber-Sendung will der Zipfer-Club zum Munderkinger Fasnets-TV beitragen. Bei ihrer Premiere erklärten sie den gespannt lauschenden Aktionären, dass ein Kater am besten mit einer Mischung aus geschälten Essiggurken, Latschenkiefer-Extrakt, Rollmops aus der Donau, einem Schuss Frostschutzmittel, einem rohen Wusele-Ei und ein paar ausgelutschten Nüssen bekämpft werden kann. Mit dem Munderkinger Narrenlied wurde „dr Huber Sepp“ am Schluss verabschiedet und die 32. Aktionärsversammlung beendet.

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