So kämpft Munderkingen gegen wilden Müll

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Für viele Bürger ist es ein Dorn im Auge: wilder Müll im Grünen, am Bahnhof oder an den Glascontainern am Feuerwehrhaus. Vor allem über herumliegenden Müll an der alten Linde hat es in den vergangenen Jahren regelmäßig Beschwerden gegeben. Doch Bürgermeister Michael Lohner betont: Insgesamt nimmt der wilde Müll ab. Trotzdem –beim Thema Müll seien alle Bürger gleichermaßen gefragt.

Eine gute Chance dazu bietet am Samstag wieder die Gemarkungsputzete der Stadt. Grünflächen, die Donau und Innenstadt sollen von Müll und Unrat bereit werden. Dabei ist die Stadt auf viele freiwillige Helfer angewiesen.

Hier müssen wir zusammenhalten und schauen, dass wir alle die Stadt sauber halten.

Bürgermeister Michael Lohner

„Die Putzete ist eine gute Möglichkeit, um sich einzubringen und es stärkt das Gemeinschaftsgefühl“, sagt Lohner. Die teilnehmenden Kinder hätten jedes Mal eine große Freude. Doch mit einer Stadtputzete im Jahr sei es noch nicht getan. „Hier müssen wir zusammenhalten und schauen, dass wir alle die Stadt sauber halten“, sagt Lohner.

Müllsünder ansprechen

Er beobachte, dass die Menge an achtlos weggeworfenem Müll wie etwa Verpackungen zunimmt. „Um das einzuschränken muss man die Müllsünder direkt ansprechen, wenn man sie ertappt“, so Lohner. Deshalb betreibe die Stadt Aufklärungsarbeit und habe die Arbeit von freiwilligen Müllsammlern in der Vergangenheit auch mit einem Förderpreis gewürdigt. „Außerdem sammelt der Bauhof zweimal in der Woche den Müll in der Stadt auf“, fügt der Bürgermeister hinzu.

Eine erfreuliche Entwicklung: Illegale Müllablagerung im größeren Stil nimmt ihm zufolge ab. „Als wir vor 16 Jahren die Stadtputzete ins Leben gerufen haben betrug die gesammelte Müllmenge noch bis zu 40 Kubikmeter. Heute liegt sie bei 15.“

Trotzdem – am Ende fällt es weiterhin oft auf die Bürger zurück. Wird der Stadtverwaltung nämlich eine illegale Müllablagerung gemeldet, wird der Bauhof beauftragt, den Müll einzusammeln und der Müllentsorgung zuzuführen. Die dabei anfallenden Kosten werden zulasten der Allgemeinheit im Rahmen der Müllgebühren mit eingerechnet, sofern kein Verursacher ermittelt werden kann.

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