Schwäbischer Albverein für Engagement im Naturschutz ausgezeichnet

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Die Vertreter der Albvereinsgruppe nehmen den Scheck von den Edeka-Mitarbeitern freudig entgegen.
Die Vertreter der Albvereinsgruppe nehmen den Scheck von den Edeka-Mitarbeitern freudig entgegen. (Foto: SZ- khb)
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Im Munderkinger Edeka-Aktivmarkt Kuhm ist die Blaubeurer Ortsgruppe des Schwäbischen Albvereins für ihr Naturschutz-Engagement und ihre Biotop-Pflege ausgezeichnet worden. Gemeinsam mit Peter Kuhm überreichte Michaela Meyer, bei Edeka-Südwest zuständig für den Geschäftsbereich „Nachhaltigkeit“, eine Urkunde und einen Scheck in Höhe von 2500 Euro. Unter dem Motto „Unsere Heimat und Natur“, so Meyer, richte Edeka-Südwest jedes Jahr einen Wettbewerb aus, durch den „herausragende Naturschutz-Projekte“ gefördert werden sollen.

„Projekt Sotzenhausen“ ausgezeichnet

„Gefördert werden insbesondere Projekte, die sich für die Schaffung und den Erhalt von Biotopen, die Renaturierung sowie den Schutz von Lebensräumen für Wildtiere und Wildpflanzen einsetzen“, sagte Michaela Meyer und betonte, dass die Regionalität der Produkte bei Edeka großgeschrieben werde. Wolfgang Wohnhas und Wolfgang Dreher vom Blaubeurer Albverein erklärten das ausgezeichnete Projekt: Seit rund 70 Jahren werde die Sotzenhauser Heide, ein rund 2,5 Hektar großes Gelände bei Blaubeuren, nicht mehr mit Schafen beweidet. „Das führte zu zunehmender Verbuschung und der Verdrängung von Enzian und Orchideen“, sagte Dreher.

Deshalb habe sich der Albverein vor 38 Jahren der Sotzenhauser Heide angenommen und pflege seitdem dieses Biotop, ergänzte Wohnhas. „Jedes Jahr sind rund 40 Helfer mehr als 200 Stunden im Pflegeeinsatz auf dieser Wachholder Heide.“ Um sich die Arbeit zu erleichtern, setzt der Albverein seit 2016 Zebus zur Beweidung der Biotop-Fläche ein. Und weil auf der Sotzenhauser Heide neben Enzian und Orchideen auch viele Silberdisteln wachsen, kümmert sich der Albverein inzwischen auch um diese geschützten Pflanzen. „Auf der Sotzenhauser Heide ist das größte Silberdistel-Vorkommen der Region. Wir haben bereits tausend Pflanzen kartiert“, erklärte Wohnhas.

22 weitere Projekte geplant

„Es ist wirklich beachtlich, was der Albverein vor Ort alles leistet“, lobte Blaubeurens Vize-Bürgermeisterin Christel Seppelfeld. „Wir sind froh Menschen zu haben, die sich darum kümmern, dass unsere Natur und ihre seltenen Pflanzen erhalten bleiben.“ In Zeiten des Insektensterbens sei die Pflege von Biotopen ein wichtiger Beitrag zur Schaffung von Überlebensinseln“, ergänzte Walter Bühler von der Stiftung „Nature Life“, die den Edeka-Wettbewerb „Unsere Heimat und Natur“ fachlich begleitet.

Mehr als hundert Gruppen und Vereine seien im Wettbewerb bereits ausgezeichnet und mit rund 300 000 Euro gefördert worden, sagte Peter Kuhm erfreut. „Und in diesem Jahr kommen weitere 22 dazu.“ Gern habe er die Patenschaft für das Projekt übernommen, sagte der Chef des Munderkinger Edeka-Markts und betonte, dass es das Ziel von Edeka-Südwest sei, gemeinsam mit der Stiftung „Nature Life“, einen Biotopverbund im Südwesten Deutschlands zu schaffen. „Und diesem Biotop-Verbund sind wir auch in diesem Jahr ein ganzes Stück näher gekommen“, sagte Peter Kuhm.

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