Sanierung der Munderkinger Innenstadt geht im April weiter

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 Der Martinsbrunnen: Hier werden die Bauarbeiten der Kernstadtsanierung jetzt weitergehen.
Der Martinsbrunnen: Hier werden die Bauarbeiten der Kernstadtsanierung jetzt weitergehen. (Foto: Selina Ehrenfeld)

Schon Ende März will die Baufirma Schwall, die auch damals in der Marktstraße saniert hat, Container und Maschinen für den zweiten Teil der Kernstadtsanierung bereitstellen. Im April beginnen dann die eigentlichen Bauarbeiten. Bürgermeister Michael Lohner, die Vertreter der Firma Schwall sowie Verbandsbaumeister Roland Kuch stellten den Bürgern die Details am Mittwochabend im Sitzungssaal des Rathauses vor. Die wichtigsten Fakten im Überblick:

Sanierungsarbeiten

Sowohl in der Martinsstraße, beginnend auf Höhe der Änderungsschneiderei Reck als auch in der Donaustraße bis zum Café Knebel wird das Pflaster ausgewechselt sowie die Beleuchtung modernisiert. Die Firma setzt das gleiche Pflaster ein wie auch in der Marktstraße. Ebenfalls soll der Bordstein abgesenkt, die Straße barrierefrei werden. Die derzeit bestehend Parkplätze werden neu ausgewiesen.

Bauphasen

Um den Verkehrsfluss durch die Innenstadt so wenig wie möglich einzuschränken, werden die Bauarbeiten in zwei Phasen aufgeteilt. Am 1. April beginnen die Arbeiten in der Martinsstraße. Ab dem 21. Mai kommt die Donaustraße hinzu.

Straßensperrung

Ab dem 1. April ist die Martinstraße für den Verkehr gesperrt. Da zu Beginn nur in der Martinsstraße gearbeitet wird, ist die Donaustraße noch bis zum 20. Mai befahrbar. Dann wird auch hier der Verkehr bis zum Abschluss der Arbeiten gesperrt sein. Die Senfgasse ist während der ganzen Sanierungsarbeiten befahrbar, ist jedoch eine Sackgasse.

Parkplätze

Nach der Schließung des Supermarkts Treff 3000 sind laut Verbandsbaumeister Roland Kuch ausreichend alternative Parkplätze verfügbar.

„Es wird also, anders als bei der Sanierung Marktstraße und Marktplatz, keine zusätzlich ausgewiesenen Parkplätze geben“, so Kuch. Zudem gebe es die neuen Parkplätze am Obertorplatz. Parkverbote gelten aufgrund der Umleitungen während der Bauphase in der Ochsengasse und auf der Südseite der Kirchgasse. „Außerdem werden wir vor allem in der Senfgasse verstärkt auf Falschparker kontrollieren, damit die Bauarbeiten nicht behindert werden“, informierte Roland Kuch.

Betroffene Geschäfte

Zehn Geschäfte werden von den Bauarbeiten betroffen sein. Mit den Eigentümern hat sich Bürgermeister Michael Lohner bereits vor zwei Wochen zusammengesetzt. „Wir haben über die verschiedenen Bedürfnisse gesprochen, wie etwa die Anlieferung von Waren“, erklärt Lohner.

Alle Geschäfte bleiben aber weiterhin erreichbar.

Bürgermeister Michael Lohner

Durch die zwei Bauphasen werden die Geschäfte unterschiedlich stark durch die Arbeiten eingeschränkt sein. „Alle Geschäfte bleiben aber weiterhin erreichbar“, so Lohner. Die Baufirma will es Fußgängern während der ganzen Bauphase ermöglichen, stets alle Geschäfte besuchen zu können. Der Wochenmarkt bleibt während der Bauphase weiterhin auf dem Marktplatz. Im Zuge der Sanierungsarbeiten wollen die Geschäfte Lohner zufolge eigenständig bauliche Veränderungen an ihren Geschäftshäusern vornehmen.

Sorgen

Rund 60 Bürger kamen zur Präsentation der Bauplanungen am Mittwoch.

Wir müssen hier als Team fungieren.

Bürgermeister Michael Lohner

Viele Anwohner äußerten Bürgermeister Lohner gegenüber Sorgen bezüglich der Parkplatzsituation in der Innenstadt. „Wir müssen hier als Team fungieren“, betonte Lohner. Deshalb bat er die Bürger darum, bei Ärgernissen direkt zu ihm zu kommen. „Wir sind darauf angewiesen, dass Sie mit uns sprechen.“

Auch die Wasser- und Stromversorgung beschäftigte die Bürger, die aber laut Verbandsbaumeister vollumfänglich während der Bauzeit gewährleistet seien. Eine Anwohnerin der Senfgasse äußerte sich besorgt darüber, dass sie, wenn sie ihr Auto während der Bauarbeiten am ehemaligen Treff 3000 parken müsste, ständig zu ihrem Fahrzeug springen und die Parkuhr neu stellen müsse. „Das ist ein guter Punkt. Das werde ich mit dem Gemeinderat besprechen“, erwiderte Lohner.

Lob

Während der Präsentation am Mittwoch lobten zwei Munderkinger Bürger die Arbeiten der Baufirma in der Marktstraße, die damals als Anwohner direkt von Einschränkungen und Baulärm betroffen waren. „Sie werden das sicherlich auch in der Donaustraße wieder so gut machen wie schon im ersten Abschnitt“, betonten die beiden. Die Vertreter der Baufirma versicherten, den Bürgern nötige Wege bereitstellen zu wollen.

Um zu verdeutlichen, wie wichtig der Firma die Bedürfnisse der Bürger sind, berichteten sie von einer Situation in der Marktstraße, als eine ältere Frau nicht mit ihrem Rollator weiterkam. „Da hat sie ein Baumitarbeiter einfach eigenhändig über die Straße getragen.“

Bauabschluss

Die Baufirma plant, die Sanierungsarbeiten bis Oktober abgeschlossen zu haben, „wenn die Bedingungen stimmen“, betonte Verbandsbaumeister Roland Kuch. Milde und nicht zu heiße Temperaturen seien nötig. „Wir haben hier aber mit einem Puffer gerechnet. Die Arbeiten könnten also schon im September beendet sein“, sagte Jürgen Lang von der Firma Schwall. Der Abschnitt der Donaustraße soll planmäßig schon im August fertiggestellt werden.

Umleitung

Während der Bauzeit wird der Verkehr vom Obertorplatz kommend über die Kirchgasse zur Donaustraße umgeleitet. Die Donaustraße am Rathaus vorbei soll aber zur Einbahnstraße werden. Sobald auch die Donaustraße gesperrt wird, verläuft die Umleitung über den Ochsenweg, den Marktplatz weiter über den Alten Schulhof und umgekehrt beziehungsweise die Promenade, die dann für den Verkehr geöffnet wird. „Hier wird eine Ampelanlage dann den Verkehr regeln“, informierte Roland Kuch. Entsprechende Beschilderungen sollen dann auf den genauen Umleitungsweg hinweisen.

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