Roter Stern Belgrad kam, sah und siegte

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Hans Aierstok

Wie schon im Januar 2019 der Karlsruher SC hat auch beim U13-Hallenfußballturnier am Sonntag in Munderkingen eine Mannschaft bei ihrer ersten Teilnahme den Vereinsservice-Cup gewonnen: Der Nachwuchs des serbischen Topklubs Roter Stern Belgrad belegte bei seiner Premiere den ersten Platz und nahm den Wanderpokal für ein Jahr in Besitz.

Das Turnier hatte auch bei seiner 23. Auflage nichts von seiner Anziehungskraft verloren. Zählte man die Gasteltern dazu, so waren es an den beiden Turniertagen gut 1000 Zuschauer. Es herrschte wieder eine hervorragende Stimmung in der Munderkinger Sporthalle. Besonders bei Spielen von Belgrad, von Sarajevo oder Galatasaray Istanbul konnte man feststellen, wie viele Anhänger dieser Mannschaften in der Halle waren. Uwe Illich vom VfL Munderkingen tat das Seinige dazu, indem er immer wieder die Zuschauer zum Applaus aufforderte. Dieser Applaus war auch berechtigt, denn alle Mannschaften gaben ihr Bestes.

Wie ausgeglichen das Feld besetzt war, zeigte sich ab dem Viertelfinale, bei in dem zwei Spiele durch Strafstoßschießen entschieden werden mussten. Auch das erste Halbfinale gewann Slavia Prag durch Zehnmeterschießen mit 3:2 gegen den Sieger von 2018, den VfB Stuttgart. Weil im anderen Halbfinalspiel der fünfmalige Sieger in Munderkingen, der FC Schalke 04, an Roter Stern Belgrad scheiterte, stand beim Vereinsservice-Cup erstmals seit 2016 kein deutscher Verein im Finale. Damals hatte sich mit Novi Sad (gegen Luzern) ein Team aus Serbien durchgesetzt – und so kam es auch 2020.

Doch in der Zwischenrunde war zum Teil bis zu den letzten Spielen noch offen, welche Mannschaft weiterkommen würde. Titelverteidiger Karlsruher SC, in der Vorrunde noch Gruppensieger vor Juventus Turin und Galatasaray Istanbul, verpasste knapp das Viertelfinale. Am Ende gab es in den vier Gruppen der Zwischenrunde folgende Endstände: Gruppe H: 1. Slavia Prag, 2. FC Schalke 04, 3. Karlsruher SC, 4. FSV Mainz 05, 5. Legia Warschau, 6. SV Vaihingen.

Gruppe I: 1. VfB Stuttgart, 2. Eintracht Frankfurt, 3. FC Metz, 4. Adana Demirspor, 5. Atalanta Bergamo.

Gruppe J: 1. SC Freiburg, 2. FC Augsburg, 3. Galatasaray Istanbul, 4. NK Maribor. 5. CFR Cluj.

Gruppe K: 1. Roter Stern Belgrad, 2. Tottenham Hotspur, 3. FC St. Pauli, 4. Juventus Turin, 5. FK Sarajevo.

Die Gruppenersten und Gruppenzweiten erreichten das Viertelfinale. Zunächst gewann Slavia Prag gegen den FC Augsburg 1:0. Dann trat der VfB Stuttgart gegen Tottenham Hotspur aus London an. Nach einem 2:2 am Ende der regulären Spielzeit verwandelten die Schwaben zwei Zehnmeter zum 4:2-Erfolg. Auch im dritten Viertelfinale gab es zunächst nur ein 1:1. Schalke 04 gewann dann gegen den SC Freiburg mit 3:1. Im vierten Viertelfinale ging Roter Stern Belgrad gegen Eintracht Frankfurt rasch in Führung. Als die Frankfurter eine Zweiminuten-Strafe hinnehmen mussten, gelang ihnen zwar der Ausgleich, aber Belgrad konterte rasch mit dem Siegreffer.

Die Entscheidung

Im ersten Halbfinale zwischen Slavia Prag und dem VfB Stuttgart stand es zunächst 0:0 und nach Zehnmeterschießen 3:2 für die Tschechen. Im zweiten Halbfinale verlor Schalke gegen Belgrad 0:2. Im Spiel um Platz drei war Schalke 04 dann gegen den VfB Stuttgart mit 3:1 erfolgreich.

Das Finale wurde von Schiedsrichter Daniel Traub geleitet. Slavia Prag ging zunächst in Führung, dann zogen die Serben auf 3:1 davon und Prag konnte in der Schlussminute nur noch verkürzen. Somit hatte Roter Stern Belgrad bei seiner Premiere in Munderkingen seine Siegesserie mit dem Turniererfolg gekrönt.

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