Räte schauen sich die Baustellen an

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Der Munderkinger Gemeinderat hat sich über den Baufortschritt in der Innenstadt schlau gemacht.
Der Munderkinger Gemeinderat hat sich über den Baufortschritt in der Innenstadt schlau gemacht. (Foto: SZ- khb)
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Während der Gemeinderatssitzung am Donnerstagabend besichtigten Bürgermeister Michael Lohner und die Räte „die verschiedenen Munderkinger Baustellen“. Vor dem Rundgang betonte der Schultes, dass er oft gefragt werde, wieso so viele Baumaßnahmen in der Stadt gleichzeitig begonnen worden seien. „Da haben wir planvolle Vorbereitungen über mehrere Jahre geleistet, die jetzt umgesetzt werden“, sagte Lohner. „Zudem ist es uns gelungen für die verschiedenen Maßnahmen rund 750 000 Euro Fördergelder aus den unterschiedlichsten Töpfen zu bekommen, so dass wir trotz der zahlreichen Baumaßnahmen keinen Euro Darlehn aufnehmen müssen“.

Erste Station war die Besichtigung der Großbaustelle in der Martins- und Donaustraße. „Die Leitungen sind fast verlegt und die Hausanschlüsse sind vorbereitet. Bald kann aufgefüllt werden, dann beginnen die Pflasterarbeiten“, sagte der leitende Ingenieur Martin Späth vom Büro Langenbacher und erklärte: „Wir sind im Zeitplan“. „Wenn wir im Zeitplan liegen, dann stimmen in der Regel auch die Kosten“, freute sich Bürgermeister Lohner. Die ausführende Firma Schwall „schaue nach den Leuten“ und bemühe sich die Behinderungen durch die Bauarbeiten so klein wie möglich zu halten, so der Schultes.

„Unvorhergesehen und teuer“, sagte Michael Lohner auf der Wörthinsel zur Instandsetzung des durch Hochwasser eingestürzten Stegs. „Durch den spättragenden Unterbau muss tief gegraben werden, um die Fundamente für die Brücke zu bauen“, so Lohner. Ein Ingenieurbüro hatte auf beiden Seiten des Donaukanals Bohrungen gemacht und den Baugrund untersucht.

In etwa einer Woche können die Bauarbeiten zur Instandsetzung des Stegs beginnen und sollen dann rund vier Wochen dauern. Um die Wörthinsel befahren zu können wurde hinter der Dommühle eigens eine Furt angelegt, die bereits wegen Hochwasser erneuert werden musste. Bislang sind rund 34 000 Euro für die Instandsetzung der Brücke ausgegeben worden. Insgesamt rechnen die Fachleute mit Kosten von rund 100 000 Euro. „Das wird unser Projekt zur Bezuschussung aus dem Ausgleichsstock im Jahr 2020“, sagte Lohner.

Im Gebäude der Realschule werden momentan die sanitären Anlagen in den Obergeschossen saniert und das Treppenhaus verschönert. Die dunklen Holzwände werden durch weiße Verschalungen ersetzt, die Türen werden repariert und rot gestrichen und die Toilettenräume werden saniert. Hier sind für rund 310 000 Euro bereits Arbeiten vergaben und im Gang. Die Sanierung in der Realschule wurde mit 276 000 Euro bezuschusst.

In der Sporthalle wird die sogenannte Mess-, Steuer- und Regeltechnik, also die gesamte Steuerung der Heizung und Lüftung, saniert. Dabei werden die Leitungsrohre erneuert sowie die gesamte Warmwasseraufbereitung und die vorhandenen Duschen saniert. Dafür fallen Kosten von 358 000 Euro an, die mit 209 000 Euro bezuschusst werden.

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