Neuer Name steht fest: So heißt jetzt der Munderkinger Schulverbund

Lesedauer: 5 Min
Alle Schüler des Munderkinger Schulverbundes durften am Freitag ihre Stimme abgeben.
Alle Schüler des Munderkinger Schulverbundes durften am Freitag ihre Stimme abgeben. (Foto: Sz- eis)

Mit einer deutlichen Mehrheit haben sich die Schulgemeinschaft und die Träger des Munderkinger Schulverbundes am Freitag dafür ausgesprochen, dass der Schulstandort künftig den Namen „Schulen an der Donauschleife“ tragen soll.

Klarer hätte das Ergebnis am Freitagvormittag in der Donauhalle kaum ausfallen können. 458 wahlberechtigte Schüler, Lehrer und Bürgermeister der Verwaltungsgemeinschaft Munderkingen haben sich für den Namen „Schulen an der Donauschleife“ ausgesprochen. 167 Wähler wollten, dass der Schulverbund künftig Michael-Ende-Schulen heißt. 61 haben sich enthalten. Im sogenannten Hammelsprung-Verfahren ist am Freitag in Munderkingen offen gewählt worden. An den Seiten der Donauhalle standen die Konrektoren Markus Walser und Roland Gründig als Wahlhelfer mit je einer Kiste bereit. Je nachdem, für welchen Namen sich die Schüler und Lehrer entschieden hatten, konnten sie ihren Stimmzettel in die entsprechende Box werfen.

Der Name integriert sich

„Heute stimmen wir ab, welchen Namen unsere Schule künftig tragen soll“, eröffnete Schulleiterin Jutta Braisch die Wahl. Vor einer Woche ist das Verfahren den Schülern angekündigt und erläutert worden. „Ein Name ist wichtig, um sich mit der Schule identifizieren zu können“, erklärte die Rektorin, warum nach einigen Jahren als Schulverbund nun ein anderer Name ausgewählt werden soll. Auch wenn der Name am Anfang vielleicht ungewöhnlich klinge, werde er sich nach einer Weile integriert haben, war sich Jutta Braisch am Freitag sicher. Der bisherige Titel Schulverbund Munderkingen sei zu umständlich und zu unpersönlich gewesen.


 Der Munderkinger Schulverbund soll einen namen bekommen.
Der Munderkinger Schulverbund soll einen namen bekommen. (Foto: Schulverbund)

Die beiden Vorschläge haben Schüler, Lehrer, Schulleitung und Bürgermeister gemeinsam mit der Kommunikationsagentur Zambrino aus Ulm erarbeitet. Dafür haben verschiedenen Workshops stattgefunden. Zur Auswahl standen verschiedenen Bereiche, aus denen Namen eingebracht werden konnten. „So zum Beispiel aus der Region, von berühmten Persönlichkeiten aus Munderkingen oder auch darüber hinaus bekannte oder aus den Bereichen Werte und Natur“, berichtet Jutta Braisch. Das Gremium habe sich dann dafür entschieden, Vorschläge aus der Region und von berühmten Persönlichkeiten zu sammeln. Die Vorschläge wurden dann darauf geprüft, ob es sie bereits gibt und ob man mit ihnen irgendetwas Negatives verbindet. „Außerdem haben wir geschaut, wie die Namen abgekürzt werden können“, so Jutta Braisch. Die größte Zustimmung habe es letztlich eben für die Vorschläge „Schulen an der Donauschleife“ und „Michael-Ende-Schulen“ gegeben.

Schulleiterin bleibt neutral

Die Schulleiterin selbst hat sich bei der Abstimmung enthalten. „Für mich gilt das Neutralitätsgebot“, sagt Jutta Braisch. Sie habe sich mit beiden Vorschlägen sehr gut identifizieren können. „Und ich möchte nicht, dass hinterher jemand glaubt, ich stehe nicht hinter dem ausgewählten Namen, wenn ich den anderen gewählt hätte“, führt sie weiter aus.

„Schulen an der Donauschleife“ ist für Jutta Braisch deshalb eine gute Wahl, weil die Donauschleife ein Alleinstellungsmerkmal und eine Besonderheit für Munderkingen ist, so wie eben auch der Schulverbund. Munderkingens Bürgermeister Michael Lohner hatte genau diesen Vorschlag auch gewählt. „Die Donauschleife ist einzigartig und ein verbindendes Element für die Raumschaft“, erklärt er seine Wahl. Sie werde auch bei anderen Themen nach außen getragen und stehe für Heimat, Herkunft und Identität.

Obwohl die verschiedenen Schularten in Munderkingen unter einer gemeinsamen Leitung stehen, sollten sie mit dem neuen Namen nicht als eine Schule bezeichnet werden, erklärt Emerkingens Bürgermeister Paul Burger. „Damit soll die Vielfalt hier am Schulstandort verdeutlicht werden“, fügt er hinzu.

Ihr Kommentar wird nach einer kurzen Prüfung durch unsere Redaktion veröffentlicht.
Kommentare werden geladen
Mehr Themen