Neue Räume, neues Konzept: Das verändert sich im Kinderhaus

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Bürgermeister Michael Lohner erzählt den Kindern vom Nikolaus. Links sitzt Einrichtungsleiterin Claudia Pfänder.
Bürgermeister Michael Lohner erzählt den Kindern vom Nikolaus. Links sitzt Einrichtungsleiterin Claudia Pfänder. (Foto: SZ- meni)
Nina Lockenvitz

Das Kinderhaus in der Schillerstraße in Munderkingen hat am Freitag im Rahmen einer kleinen Feier nicht nur die neugestalteten Räume vorgestellt, sondern auch das neue Konzept, das künftig noch mehr die verschiedenen Nationalitäten der Kinder in den Fokus stellt.

Neun verschiedene Muttersprachen haben die Kinder, die das Kinderhaus Schillerstraße besuchen. Am Eingang werden sie und ihre Eltern in der jeweiligen Sprache willkommen geheißen. Doch in der Einrichtung selbst werden die Kinder täglich intensiv gefördert, damit sie spätestens beim Start in die Schule Deutsch perfekt beherrschen. „Denn wir wollen, dass die Kinder alle die gleichen Chancen haben“, erklärt Leiterin Claudia Pfänder den Anspruch des Kinderhauses, in dem ab Januar fast hundert Kinder vom Krippen- bis zum Vorschulalter betreut werden.

Interkulturalität rück in den Fokus

Neu ist, dass die Erzieherinnen das Thema Interkulturalität verstärkt in den Fokus stellen wollen. Und dazu gehört laut Claudia Pfänder nicht nur die Sprache, sondern auch soziales Miteinander. Um das zu vermitteln, haben die Erzieherinnen kürzlich alle an der Fortbildung „Projekt faustlos“ teilgenommen, um den Kindern zu zeigen, wie man fair miteinander umgeht. Auch ein neues Motto hat sich die Einrichtung deswegen gegeben: „Wir sind alle gleich, aber du bist einzigartig.“ Inklusion, nicht nur der Wille zur Integration steckt dahinter, erläutert die Leiterin.

Wenn ich ein Buch in der Hand habe, scharen sich die Kinder um mich.

Claudia Pfänder, Kindergartenleiterin

Auch räumlich hat sich in den vergangenen Monaten im Kinderhaus einiges getan. Der Raum der Gruppe Regenbogen wurde mit neuen Möbeln ausgestattet und das Obergeschoss so umgebaut, dass die Kinder dort optimal gefördert werden können. Täglich werden ihnen hier nun neue Kompetenzen vermittelt. Am Freitag können die Kleinen dort Buchstaben stempeln, viele schaffen schon ihren Namen. Ab Januar werden sich mehrere Stunden pro Woche zwei Inklusionskräfte um die Kinder kümmern, die dann mit den Kleinen einzeln oder in Gruppen bestimmte Dinge intensiv üben können. „Zudem haben wir noch eine intensive Sprachförderung und das Programm „Singen-Bewegen-Spielen“ von der Musikschule, damit die Kinder Wörter und Grammatik lernen“, ergänzt Alexandra Stuffle-Porombka, die Stellvertreterin der Kindergartenleiterin.

Im zweiten neuen Raum sind Experimente möglich. Hier üben die Kinder so manche Fertigkeit oder spielen alleine für sich. Besonders gefragt ist hier oft die Leseecke. „Wenn ich ein Buch in der Hand habe, scharen sich die Kinder um mich“, sagt Claudia Pfänder. Für die kommenden Jahre hat sie einige Pläne für das Kinderhaus. Es soll sich nicht nur das neue Konzept verstärkt durchsetzen, sondern es sollen auch nach und nach die restlichen Räume renoviert werden. Im kommenden Jahr, so Bürgermeister Michael Lohner, seien die Räume der Kinder dran, die ganztägig in der Einrichtung betreut werden.

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