Munderkinger will sich mit heißer Geschäftsidee selbstständig machen

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Vinzenzo Baldi in seiner Fasssauna. Der Munderkinger nutzt sie nicht nur selbst, sondern vermietet sie auch an andere Saunafans.
Vinzenzo Baldi in seiner Fasssauna. Der Munderkinger nutzt sie nicht nur selbst, sondern vermietet sie auch an andere Saunafans. (Foto: Sz- eis)

Der Munderkinger Vinzenzo Baldi ist ein echter Saunafan. Regelmäßig genießt er mit Ehefrau und Freunden die Hitze. Aus seiner eigenen Vorliebe hat der 46-Jährige jetzt eine Geschäftsidee gemacht. Er hat sich eine mobile Fasssauna nach seinen Vorstellungen anfertigen lassen und vermietet diese nun an andere Saunaliebhaber.

„Meine Frau und ich gehen selbst sehr gern in die Sauna, das Problem ist, dass man dafür immer relativ weit fahren muss“, erzählt Vinzenzo Baldi. Das habe den Munderkinger auf die Idee gebracht, dass nicht er zur Sauna fahren sollte, sondern dass diese zu ihm nach Hause kommen sollte. „Ich habe dann eine Weile im Internet recherchiert und gesehen, dass es diese mobilen Fasssaunen gibt“, so der 46-Jährige. Gleichzeitig sei auch die Idee entstanden, dass noch weitere Saunafreunde Interesse an so einer mobilen Schwitzeinheit haben könnten.

Sauna mit Holz beheizt

Etwa zwei Jahre habe es gedauert, bis er einen Händler gefunden hatte, der ihm eine Sauna nach seinen Vorstellungen baut. „Ich wollte eine Fasssauna mit Vorraum, die mit Holz und nicht elektrisch geheizt wird, das ist eher unüblich und bieten nicht alle Händler an“, sagt Baldi. In Uttenweiler ist der Munderkinger dann fündig geworden. Saunabereich und Vorraum umfassen zusammen eine Länge von 5,30 Metern. Der Durchmesser beträgt 2,30 Meter. „So haben auch große Menschen gut Platz in der Sauna“, sagt Vinzenzo Baldi.

Für das Geld bekommen die Kunden einen Rundum-Service, sie sollen sich um nichts kümmern, nur entspannen.

Vinzenzo Baldi

Er selbst ist begeistert von der Fasssauna und auch die Rückmeldungen von Freunden, die bereits hier geschwitzt haben, seien durchweg positiv. Seit August des vergangenen Jahres steht die Sauna nun in Baldis Einfahrt in der Munderkinger Minister-Schmid-Straße und seither hat er sie auch schon ein paar Mal vermietet. „Die Reaktionen sind immer gut“, sagt er. Die Ein-Tages-Miete an einem Wochentag kostet 90 Euro, an einem Samstag werden 145 Euro fällig. Wer die Sauna länger mietet, bekommt einen Rabatt. „Für das Geld bekommen die Kunden einen Rundum-Service, sie sollen sich um nichts kümmern, nur entspannen“, sagt der Munderkinger. Er bringt und holt die Sauna auf einem eigens angefertigten Hänger und reinigt sie anschließend auch. „So kann ich dem nächsten Kunden garantieren, dass sie hygienisch einwandfrei ist und dass nicht durch falsche Putzmittel das Holz beschädigt wird.“

Soll Hauptberuf werden

Noch ist die Sauna-Vermietung für Baldi nur ein Nebenerwerb, eigentlich ist er bei Sappi in Ehingen angestellt. „Ich kann mir aber sehr gut vorstellen, dass das irgendwann mein Hauptgewerbe wird“, sagt er. Der Markt dafür sei da. Viele Menschen würden gern in die Sauna gehen, dafür aber nicht weit fahren wollen. Außerdem garantiere die Sauna vor der heimischen Haustür, dass man nur die Menschen in dem Heißraum trifft, die man auch dabeihaben möchte. „Wenn man mit Freunden in einer privaten Sauna sitzt, muss man außerdem auch keine Rücksicht auf andere Gäste nehmen“, sagt Vinzenzo Baldi. Zudem könne nicht jeder, der die Intimität schätze, eine eigene Sauna in seinem Haus einbauen, seine Sauna sei da eine Alternative, ist er sicher.

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